Radhausschalen - Wie befestigen?

  • Hallöchen Allerseits,
    habe mir letztens die Plaste-Radhausschalen von Trabantwelt gekauft und bin mir nun unsicher, wie man die richtig befestigen soll. Extra Löcher für Blechschrauben bohren...?
    Bei meinem Westblech gibts sowas auch, ist echt ne feine Sache zumindest was Radkasten und Korrosionsschutz angeht, lässt sich schön schnell auswaschen wenn man mal ran muss. Da sind sie halt mit Blechschrauben befestigt..


    Hat da evtl. schon Jemand Erfahrung mit?



    Grüße

  • Naja ich habe meinen kompletten Unterboden + Radkästen mit MS Korrosionsschutzfett vollgejaucht und dachte mir diese Radhausschalen würden die Radkästen, bzw. das Fett dort vor dem lästigen Verdrecken schützen... Hm :(

  • ich denke so ganz sinnlos sind die nicht, gerade die Radlaufkante ist ja ganz gut geschützt,
    und wenn du MS drunter hast, klebt auch nicht so der Straßendreck dran.
    ich habe die Innenkotfügel bei meinem Wintertrabi einfach mit Blechtreibschauben befestigt. bei einem "schönem" auto würde ich mal sowas versuchen: http://www.lokari.de/epages/62…/62716287/Products/CL-001


    ich mach demnächst mal ein Bild , habe aber gerade dem Wagen nicht in der Nähe.



    Herr gib Regen und Sonnenschein, für Reuß - Greiz, Schleiz und Lobenstein,

    und woll'n die annern auch was haam, so soll'n 'se es dir selber saa'n!











  • Ich würde die Dinger auch nicht verbauen - für die Befestigung mußt Du ja auch neue Löcher bohren und erschaffst damit gleich neue Rostherde. Es sollte ausreichen, die Radhäuser und die Verbindung von der Radhausschale zur Pappe mit Mike Sanders zu bestreichen.

  • Ich würde sie ebenfalls nicht verbauen. Treibschrauben sorgen nicht nur für neue Löcher und damit Rostherde, sondern die schauen ja auf der Innenseite der Radschale auch irgendwo heraus. Im Kofferraum beispielsweise.
    Außerdem bildet sich im neu entstehenden Hohlraum garantiert Kondenswasser - und daß die absolut spritzwasserdicht sind, glaube ich auch nicht - denn sie liegen im vollen Beschuß durch das Rad. An den Kanten und im Bereich der Stoßdämpfer kriecht literweise Wasser dahinter - mit absoluter Sicherheit.
    In Verbindung mit sich sammelndem Schmutz entsteht da nur wieder neue Staunässe, die man nicht in den Griff bekommt.


    Die Trabant-Radkästen lassen sich am besten so vor Rost schützen:


    1. kompletter Lackaufbau auf dem nackten Gerippe bevor die Kotflügel montiert werden (wurde im Werk ja bekanntlich nicht gemacht, sondern nur grundiert)
    2. gründliche Abdichtung der Verbindungskante Kotflügel/Radschale im Radlauf (wurde im Werk überhaupt nicht gemacht)
    3. ordentliche Hohlraumkonservierung von oben (also vom Innenraum aus, sodaß das Konservierungsmittel von oben bis zum Kleber vordringt - auch das wurde im Werk nicht gemacht)
    4. im Radkasten schlagdämpfende Beschichtung nach dem kompletten Lackaufbau - Steinschlagschutz (gern auch überlackierbar) o.ä., aber vorzugsweise kein Bitumen
    5. wenn man mag, zuletzt noch die Fettbeschichtung von unten - also von der Außenseite, die zusätzlich vor Wasser und Luftsauerstoff schützt sowie mechanische Einflüsse (Steinschlag usw.) nochmals dämpft

  • Schonmal beim Golf3/4 durchgefaulte Kotflügelenden am Schweller vorn gesehen und sich gefragt: Warum?


    Hinter der Radlaufschale steht 20cm hoch der Dreck/Sand, eingekeilt zwischen Radlaufschale, Kotflügel und A-Säule... Immer schön naß... Ist bei vielen anderen Herstellern so, daß da die Hohlräume voll Dreck stehen...


    Was lange hält, bringt kein Geld...

    Wenn ich einen See seh, brauch ich kein Meer mehr. :winker:

  • Beim Golf 4/Audi A6 faulen die Kotflügel sogar überm Rad im Radlauf durch, weil die Plastikschalen dort am Blech scheuern. Salz, Feuchtigkeit und Dreck leisten dort im verborgenen ganze Arbeit...

  • Von Radhausschalen kann Ich auch nur abraten, hatte vor 2 Jahren welche bei meinen Niva verbaut, zwecks Schutz, wenn man mal im Gelände unterwegs isthatte sie jetzt vor 2 Monaten abgebaut um zu schauen, wegen Tüv ob alles in ordnung ist und dahinter war alles richtig voller Dreck, habe bestimmt ein Eimer voll pro Seite rausgeholt. Ich war ganz froh, das Ich vor der Montage alles schön mit Flüssigkautschuk beschischtet habe, sonst wäre das Russenblech jetzt durch. Mein entschluss, die dinger bleiben jetzt draussen. Es mag zwar sein, das bei einen rein auf der Strasse gefahrenen Fahrzeug sich nicht so viel gammel in kurzer zeit ansammelt, jedoch bleibt der Gammel lange zeit feucht und hat Zeit unbemerkt zu wirken.


    Schonmal beim Golf3/4 durchgefaulte Kotflügelenden am Schweller vorn gesehen und sich gefragt: Warum?


    Hinter der Radlaufschale steht 20cm hoch der Dreck/Sand, eingekeilt zwischen Radlaufschale, Kotflügel und A-Säule... Immer schön naß... Ist bei vielen anderen Herstellern so, daß da die Hohlräume voll Dreck stehen...


    Was lange hält, bringt kein Geld...


    Habe schon nen Fiesta gesehen, da war sogar der komplette Schweller schon voll Dreck.

  • Okay, das gibt mir doch sehr zu denken. Also doch lieber weglassen und verdrecktes MS Fett in Kauf nehmen?
    Das Auto wird wenns fertig ist zwar nur als Sommer, bzw. Schön-Wetter Fahrzeug genutzt, aber ich wollt eben trotzdem alles mögliche gegen den braunen Teufel tun.^^


    Im Zweifelsfall dürfte ja die Dreckschicht über dem Fett das Fett am wegfließen hindern.. oder wie auch immer.

  • Okay, dann hab ich da was falsch verstanden. ;) Is meine erste, komplette Restauration, da sammelt man erstmal so richtig Erfahrung. :-)

  • @Dirk 72 : bild 1- golf 4 ;(
    @ davyJ: wenn es eh nur ein Schönwettertrabi werden soll bist du mit Deluxe´s Lackaufbau am besten dran


    hier mal meine angenagelten Plasteschalen, die stehen über die Radlaufkante, nicht wie bei den meisten PKW wo sie dahinter gekemmt werden, so dürfte sich dahinter nicht so viel Schmutz sammeln. Ich werde die Teile im Frühjahr zum "großen entsalzen" mal demontieren, dann wissen wir mehr.

  • So nach knapp 4 Jahren hab ich es mal geschafft einen Blick unter die Radhausschalen zu werfen, da meine Limo in den Ruhestand geht und ich die Teile gern an meinem neuen Auto verwenden will.
    Da musste ich natürlich schauen, ob die auch etwas taugen.
    Ich hatte die Radkästen damals nur gereinigt und mit Mike Sanders Fett eingesprüht. Dann die Radschalen regelrecht eingeklebt :D
    Natürlich noch mit Schrauben befestigt (Blechtreibschrauben, nicht schön, aber für die Winterpappe OK)
    Der Wagen hat dann drei Winter erlebt, in denen ich viel Autobahn und Landstraße gefahren bin.
    Einen Winter stand der Trabi nur draußen (Garage war durch Neuanschaffung belegt :D)

    Das Sanders hat seine Arbeit gut erledigt, wobei es sicher sinnvoll ist, das alte Elaskon vorher zu entfernen, da sich bei warmen Temperaturen die ganze Masse verflüssigt, vermischt und leicht abtropft.
    An zwei kleinen Stellen habe ich Rost gefunden, der aber sicher schon unter der Elaskonschicht verborgen war, als ich die Schalen montierte.

    Die befürchteten Schmutzansammlungen unter den Innenkotflügeln sind ausgebleiben.

    PS: das Auto ist trotz der anderen Farbe noch das alte :)