Scheibenbremse vorn im 601 mit orig. Felgen einbauen

  • Hallo,


    es gibt ja einen Umbaussatz, mit dem man einen 601 auf eine Scheibenbremse vom Polo 86c/ Golf 1 (?) umrüsten kann. Da ich eh gerade im Zuge der Restauration die Schwenklager im Austausch holen muss bin ich am überlegen da gleich umzurüsten. Das wäre dann einmal teuerer, aber eben nicht so viel teuer, als es später nachzurüsten.


    Um nun aber die originalen Felgen fahren zu können braucht man ja Adapterscheiben. Hat das jemand von euch schon mal verbaut ? Wieviel breiter wird da durch die Spur ? Und nimmt sowas ein Tüv-Prüfer auch ab ? Das Gutachten bezieht sich ja nur auf die Scheibenbremse.


    Danke euch :)

  • Für die Bremssattelhalter gibt's ein Gutachten? Wär mir neu. Oder meinst du das Materialgutachten?

    Herr gib Regen und Sonnenschein, für Reuß - Greiz, Schleiz und Lobenstein,
    und woll'n die annern auch was haam, so soll'n 'se es dir selber saa'n!

  • Hallo, habe gerade diesen Umbau hinter mir inclusiver erfolgreicher Abnahme beim TüV Süd:


    folgende Erfahrungen habe ich gemacht:


    -Teileauswahl bei mir:


    Bremsschläuche Golf III, ATE Bremsscheiben 12mm, ATE Bremsbeläge 19,3 mm (müssen dünner geschliffen werden) Adapterhalter von HMS mit 6mm Distanzstücken , 30mm Spurplatten von HMS (Kulanzbzw. Nachbesserung durchgeführt), dabei ist aber einiges zu beachten:


    wenn man Typ II (Scirocco, Golf I II III) Bremssättel mit 12er oder 20er Scheiben verbauen will, muß man unbedingt 30 mm Adapterscheiben 100 auf 160 nehmen. Bei 20mm Adapterscheiben schleift die Scheibe am Bremssattelträger ( diese Variante funktioniert nur mit Typ I Bremssättel z.B. vom Polo 86c und 10er Bremsscheiben und 15 mm Belägen)


    Dazu habe ich Bilder beigefügt, wo man das Problem mit den 20er Platten sieht!


    Zur Abnahme, da gab es zuerst Probleme.
    Die Mustereintragung und die Materialbescheinigung die mitgeliefert wurde reichte dem TüV Süd nicht aus, aber in Absprache und nach positiver Vorbegutachtung habe ich folgenden Weg gewählt:


    Anfrage beim TüV Rheinland, dort wurde mal das Feller-Gutachten erstellt, ohne Reaktion geblieben.


    Anfrage bei den Schweizer Trabant- Freunden über Phi aus den Forum hier. Die Schweizer haben ein Gutachten erstellen lassen um die Scheibenbremse und Adapterscheiben in der Schweiz zu legalisieren. Dieses Gutachten erkennt der TüV Süd an und trägt die Bremse ein. Das Gutachten ist gegen Kostenbeteiligung erhältlich bei den Schweizer Trabantfreunden, Kontakt über Phi.


    PS:


    die HMS Teile habe ich gewählt aus Kostengründen und zum anderen wegen der lange Lieferzeit beim Mitbewerber.


    Auf diesem Wege möchte ich mich auch nochmal bei Phi und Hegautrabi für die Unterstützung bedanken :rolleyes:


    PPS: vielleicht können die Mods den Thread zu den FAQ oder zum grossen Thread "Lösung Scheibenbremsen..." verschieben

  • ATE Bremsbeläge 19,3 mm (müssen dünner geschliffen werden)


    Moin.
    Da wollt ich eben noch drauf hinweisen, dass es hier "von der Stange" dünnere Beläge gibt.
    Entweder "normale" Polo 86C Beläge (ATE 13.0460-7059.2, 17,3mm Stärke), oder falls die noch zu dick sind Polo G40 Bremsbeläge (ATE 13.0460-7033.2, 15,3mm Stärke). Dann musst Du nicht an den Belägen herumschmirgeln ;) Die Abmessungen von Trägerplatte und Belagmaterial sind jeweils die gleichen wie bei den von Dir verwendeten.


    Ich bin was dieses Bremsenupgrade angeht ja auch hin- und hergerissen.
    Einerseits ist es ja "nicht original", andererseits denke ich, dass bei den Bremsen ein Zugeständnis an Sicherheit kein Fehler sein kann.
    Wie sieht es denn mit der Optik und dem Fahrverhalten aus? Ist die Spurverbreiterung sichtbar bzw. spürbar (Stichtwort veränderter Lenkrollradius). 30mm pro Seite sind ja nicht gerade wenig...

  • Die Optik wird gar nicht beeinträchtigt. Beim reinen Fahrverhalten merke ich keinen Unterschied bis auf das Bremsverhalten (kein Schiefziehen und Gequietsche mehr egal ob nass oder trocken). Der TüV-Prüfer meinte, das die Scheibenbremsen-Umbau bei der nächsen HU keinem auffallen würde, da es keinen gibt (außer Tüver, die selber einen haben) der sich damit auskennt. Ist halt schon zu lange her das der 601er ein Alltagsauto war, das öfters zu den Prüfstellen kommt.

    Das Leben ist zu kurz, um langweilige Autos zu fahren!

  • Vom Prinzip her gibt es keine Spurverbreiterung, zumindest nicht bei 20 mm Platten. Das steht aber auch alles im entsprechenden, leider etwas unübersichtlichen und vielseitigen Thread.
    Ich hatte mir 10 mm Scheiben und normale Polo-Beläge geholt (Zubehör) und da hat nix gepasst, die Beläge waren jeweils 2 mm zu dick. Bin dann auf G40 Beläge umgestiegen und da passt alles. In Verbindung mit 20 mm Spurplatten und 6x14 ET35 passt aber alles gut.


    edit: Noch unauffälliger wäre die Wartburg-Trommel. ;)

    Matt ist das neue Hochglanz
    Zwei Zylinder, zwei Takte und ein Mikuni: da geht was! :thumbsup:

  • Von welchem Fahrzeug wurde da die 12 mm Bremsscheibe genommen ? Wenn die vom Polo 86c ist kann man ja auc gleich noch eins draufsetzen und eine ATE Powerdisc kaufen. Die ist über KFZ Teile 24 nicht viel teuerer aber bring auch noch was. Ist in meinem Polo drin.

  • Was soll sie denn bringen? Mehr Bremskraft?

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  • Ja dir bringt etwas mehr Bremskraft für wenig Mehrkosten. Ich hab die ja in meinem Polo drin.

  • Ah ha.

    Biete Serienmotoren, Sportmotoren, Rennmotoren, Sport-VSD, Vergaserumbauten, Regenerierung Drehschieberflächen, Gehäusereparaturen, Aluschweißen, Sandstrahlen mit verschied.Material auf Anfrage

  • Woher wusste ich nur das so etwas kommt? ?(
    Wer möchte das ganze noch einmal aufrollen und erklären, also Unterschiede gelocht und geschlitzt, innenbelüftet oder Vollscheibe?
    Ich hab jetzt 10 mm Vollscheibe ohne Löcher, Schlitze, etc. , das reicht für die 650 kg vollkommen aus.

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  • Hallo.
    Ich verbaue die "Power Discs" seit Jahren ganz gerne, weil sie quasi null Einbremszeit haben (keine Gefahr von Belag Verglasen o.ä. und Bremsleistung ist bei der ersten Bremsung schon da) und die elliptische Nut geht wie so'n Scheibenwischer immer am Belag lang. Dadurch hast Du auch nach langer Laufzeit quasi keine Riefenbildung in der Scheibe, Scheibe und Beläge nutzen sehr gleichmäßig ab.
    Naja, und du hast nen 1a Verschleißindikator wenn die Scheiben "runter" sind. Wenn die Rille weggebremst ist, kannste die Scheibe auswechseln :-)
    Wo es auch ein wenig bringt mit den Rillen, ist wenn sich Schmutz auf der Scheibe befindet, ich hatte den Eindruck, als wenn der sich besser "wegbremst".
    Geht wohl in Richtung "etwas besseres Ansprechen unter erschwerten Bedingungen"
    Höhere Standfestigkeit konnte ich persönlich nicht feststellen.
    Getestet an Golf, Polo&Co. Aber da funktioniert die Bremse im Grunde nicht anders als wie am P601, oder?

  • Wo es auch ein wenig bringt mit den Rillen, ist wenn sich Schmutz auf der Scheibe befindet, ich hatte den Eindruck, als wenn der sich besser "wegbremst".


    Das sowie besseres Ansprechen der Bremse bei Nässe.
    Für bessere Bremsleistungen gibt es andere Scheiben und Beläge.

    Biete Serienmotoren, Sportmotoren, Rennmotoren, Sport-VSD, Vergaserumbauten, Regenerierung Drehschieberflächen, Gehäusereparaturen, Aluschweißen, Sandstrahlen mit verschied.Material auf Anfrage

  • Kurz zusammengefasst:


    Bremsbeläge (ATE) in folgenden Dicken verfügbar:

    ATE 13.0460-7033.2 ATE 13.0460-7059.2 (gemäss Foliengriller) ATE 13.0460-7032.2
    15.3 mm 17.3 mm 19.7 mm


    Gibts in der Belagkontur für den VWII-Sattel noch was dünneres als die 15.3mm?


    Habe grad ein 76er-Projekt da, welcher durch das CH-Gutachten gezwungenermassen auf 10er-Scheibe mit 20mm-Adapterplatte (wegen Spurweitenänderung <2%) stehen wird. Sattel ist ein VW II in Planung. Scheibenmässig habe ich an die 10mm PowerDisc gedacht (ATE 24.0310-0151.1, Standard-Vollscheibe: 24.0110-0151.1).
    Für die Teilenummernfreaks wären die 24.0112-106.1 die 12 mm-Vollscheibe (Variante PowerDisc 24.0312-0106.1).


    Die alten Ringfelgen würde ich gerne später dereinst montieren, sie haben aber durch die Zentriernocken eine "Störkontur" und kollidieren mit dem Sattel. Gemäss ATE-Zeichnungen kommt die 10mm-Scheibe etwas weiter Richtung Fahrzeugmitte (Abstand Felgenauflage zu Scheibenoberfläche 28.9mm statt 23.4mm bei der 12mm-Scheibe). Leider ist die Dicke der Scheibe unter der Felgenverschraubung nicht vermasst.


    Ich möchte die dünnsten Beläge verbauen, damit der Sattel möglichst weit zur Fahrzeugmitte steht, um an diesen Höckern vorbeizukommen. Sonst muss ich halt ein paar Jahre Humpfelgen fahren, bis der gewünschte Verschleisszustand eingetreten ist 8o


    Edited once, last by phi ().

  • Nichts für ungut - aber wozu soll dein Beitrag nützlich sein?


    Hast du überhaupt meinen Beitrag und die darin gestellten Fragen gelesen und verstanden? Kannst du was dazu beitragen? Wenn nicht: weiterscrollen und wegklicken statt hier unnützen Datenmüll zu erzeugen.


    Klar, ich habe auf ein uraltes Thema geantwortet. Aber warum sollte man ein neues beginnen, wenn hier schon viele interessante Infos dazu stehen?

  • Ich habe dein Problem nicht vor Augen, aber wäre es nicht besser breitere Spurplatten zu fahren? 25mm oder 30mm? Hast du schon 10er Scheiben mit den 15.3er Belägen drin? Wieviel Platz brauchst du denn?

  • Breitere Spurplatten fallen weg, weil man hierzulande bei Spurverbreitung über 2% ein Fahrwerksfestigkeitsgutachten braucht, was richtig teuer wird. Alleine die Bremswirkungsprüfung und Teileprüfung für die Gutachtenerstellung inkl. allem drum und dran kam für den Inhaber auf über 6000 EUR - nur um mal eine Zahl in den Raum zu werfen. Ich muss mich exakt an die im Gutachten aufgeführten Teile halten - alles andere hiesse, bei Null anzufangen.


    Sobald ich die Teile da hab und montieren kann, kann ich rausfinden, wie viel noch fehlt. Darum wollte ich von vorneherein die dünnsten erhältlichen Beläge beschaffen - wenn es auch verschleisstechnisch/materialwirtschaftlich eigentlich Blödsinn ist. Aber an den Felgen rumzuschleifen kommt für mich nicht in Frage. Dann bleibe ich eher bei den 80er-Jahre-Felgen...


    Nach einer ersten Messung (noch mit 12er-Scheiben, die ich aber nicht verwenden darf) waren es ca. 10mm, die sich der bewegliche Teil des Sattels nach innen bewegen müsste. Die werde ich mit den 4.4 mm dünneren Belägen und der voraussichtlich 5.5 mm weiter innen liegenden Scheibe knapp nicht erreichen, v.a. weil sich im Fahrzustand die Felge wohl den einen oder anderen Zehntelmillimeter oder noch mehr bewegen wird.