Elaskon in DDR-Flaschen

  • Hallo an alle ich habe eine Frage.
    Wollte jetzt mal mein Autochen Holraumversiegeln.
    Habe noch aus DDR Beständen Elaskon gefunden. Leider erkennt man nicht mehr die Anwendungs-Infos.
    Könnt ihr mir sagen wie und mit was ich das Elaskon richtig anmische?
    Gibt es sonst noch irgendwas besonderes zu beachten?
    Mfg

  • Verkauf die Flaschen Elaskon, und kauf dir Maik Sanders Korrosionsschutzfett.... das Elaskon ist nicht wirklich mehr brauchbar... da gibts aber schon zu Hauf Diskussionen hier...

    Die Frösi... war das nicht ne Kinder- bzw Jugendzeitschift in der DDR mit lustigen Bastelbögen drin?? :top:
    Anklam 2016: 3.Platz in der Kategorie "Trabant Original Baujahr 79-84"
    und 4. Platz "Trabant 1.1 original"
    stirnfett.de

  • Jup Frösi hat recht. Aber wenn du es doch nehmen möchtest sei dazu gesagt das du es alle paar Jahre wiederholen solltest. Denn das Zeug wird spröde mit der Zeit.


    Und du solltest es vielleicht mit Graphitlösung mischen damit es flüssiger wird und besser in die Ecken kriechen kann. (z.B. Karipol 302 das ist auch aus DDR-Zeiten)


    Aber Mike Sanders oder TimeMax Fette sind einfach die bessere und modernere Lösung zum Hohlraumschutz ^^

  • Mike Sanders oder TimeMax habe ich auch in meine Schätzchen applizieren lassen. MS's schon seit 12 Jahren im Benz...da rostet nix mehr. Deshalb habe ich auch meinen Trabant damit von Deluxe schützen lassen.

    Gruß Guido
    Stattlicher Satzverständiger für sprachliche Irritationen------------------------------------------------------------------------------- Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz.
    Mercedes Achtzylinder V8 500SEC Coupe--
    Duo Dreirad--Ford Explorer-- Materia--
    Microcar Lyra Bj 1999 Lombardini-Diesel 500ccm,Ligier Ambra Diesel in Restauration,
    Trabant Universal Bj 1983 12Volt Drehstrom-Lima
    Velomobil go-one2

  • Ob und wie altes DDR-Elaskon in den Flaschen altert ist bisher nich so wirklich ergründet worden. Günstig ist, es im Wasserbad etwas zu erwärmen, dann versprüht es sich leichter.


    Ich würde es schon deswegen nicht nehmen, weil ich überhaupt keine Lust hätte, aller paar Jahre wieder von vorn anzufangen. Jedesmal wieder alles ausbauen, jedesmal wieder die Sauerei. Nö - dann lieber einmal richtig mit Hohlraumfett und dann (bis auf den einen oder anderen Kontrollblick) ein Autoleben lang Ruhe und wirklichen Rostschutz, nicht nur eingebildeten oder erhofften.


    Ich sag's mal so:
    Wenn einer meiner Kunden unbedingt und um jeden Preis eine Elaskon-Hohlraumkonservierung nach alter Väter Sitte will, dann bekommt er auch die - aber nicht ohne komplett über die Nachteile aufgeklärt zu werden und nicht ohne mir zu unterschreiben, daß die Behandlung regelmäßig wiederholt werden muß und daß ich für die langfristige Wirksamkeit nichtmal ansatzweise bürge. ;)

  • Hallo,


    wie geht man denn vor, wenn man ein "elaskoniertes" Fahrzeug behandeln will und das nicht unbedingt wieder mit Elaskon? Fett aufs alte Elaskon drauf?


    Ich bin für mich ja irgendwie am Fluid Film hängen geblieben, kann davon aber keine großen Erfahrungsberichte hier finden.



    Gruß
    Benjamin

    Fährt und schraubt gern IFA *Simson S50B1* *Schwalbe KR51/1* *Trabant 601 LX '88* :love:

  • Genau - Fett auf's Elaskon drauf.
    Da die Fette alle lösemittelfrei sind, gibt es keine chemischen Probleme. Im Gegenteil: das Fett verschließt die Risse in alten Wachsschichten und tut das, was die alten Mittel nicht mehr können: Luft und Wasser wieder vom Blech fernhalten.

  • bepone


    Das Permanent-Zeug von der Fluid-Film-Firma habe ich als U-Bodenschutz auf meinem Explorer (durchsichtig). Gibts auch in alu/silbern oder schwarz.Erst dachte ich nach einem Jahr das taugt nix, glaube aber nun dass es was bringt. Rein optisch wirkte das durchsichtige Zeugs wie gar nicht vorhanden..scheint aber gut zu schützen.


    Fluid Film selbst ist lt Tests pp und dem was ich aus der Explorer-Szene höre nicht so gut wie zB Mike Sander's Fett, oder TimeMax. Bei Hohlraum gibts nur die letzten beiden für meine Oldies. Aus Erfahrung beim Benz pp.

    Gruß Guido
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  • Also für die Chromstoßstangen im Winter nehm ich Elaskon immernoch gerne. Da muss das Elaskon ein paar Monate halten, was es immernoch wunderbar macht. Für ne mehrjährige Haltbarkeit wirds allerdings nich reichen.

  • Hallo,


    habe ja auch noch ein paar Fläschchen Elaskon aus der DDR und war schon drauf und dran, das zu verarbeiten. Das Gelbe vom Ei scheint, wie man hie und da lesen kann, das Konservierungsmittel aber nun auch nicht mehr zu sein.
    Ob der Test im Oldtimermarkt praxisgerecht gewesen ist, will ich mal dahin stellen. Echte Langzeiterfahrung hab ich mit dem Mittel sowieso nicht. Dass jahrzehnte altes Mittel im Trabant nicht mehr viel taugt, sollte aber klar sein. Wie sich das mit dem "frischen" in den DDR-Flaschen verhält... man kann es ausprobieren, wenns aber nichts taugt, war das unnötige Arbeit. Da stimme ich Deluxe voll zu.


    Da ich der klassische Selbermacher bin, würde ich meinen Trabi eben gern selbst konservieren, die ordentlichen Anleitungen dazu sind in der einschlägigen Literatur ja explizit für den Trabant zu finden. Und für den Selbermacher scheint dieser Fluid Film ideal zu sein, da man keine große Ausrüstung dafür benötigt. Ein Kompressor (1-Kolben) ist vorhanden und an einer simplen Becherpistole soll es auch nicht scheitern. Da nimmt man dann auch in Kauf, dass es vielleicht nicht 20 Jahre hält wie Sanders Fett, sondern nur 10.


    Nur, wie wird sich der Fluid Film (der für Hohlraumkonservierung gedachte) mit dem alten Elaskon vertragen, das sich ja im Trabi befindet?



    Gruß
    Benjamin

    Fährt und schraubt gern IFA *Simson S50B1* *Schwalbe KR51/1* *Trabant 601 LX '88* :love:

  • Fluidfilm kriecht wie verrück, ich bin sehr zufrieden damit. Dass man es nicht mit einem Fett vergleichen kann, sollte schon an der Konsistenz erkennbar sein.
    Ich hab einen Liter davon in meinen biberbraunen Wartburg gepumpt, aufs Elaskon, auf Rost. Vorher schon 2 Liter auf Unterboden und Rahmen verteilt.
    Sinn der Sache: FF löst alte Konservierungsschichten wieder an (ohne Lösungsmittel!) und macht den Spaß wieder weich.


    MS-Fett nutze ich hauptsächlich zum Scheiben einziehen (tschüss, Scheibenrahmenrost) und als Montagepaste mit FF gemischt. Hinter meine Zierleisten an den Türunterkanten kommt auch Fett, in Hohlräumen auf alter Konservierung traue ich dem Zeug nicht wirklich. Schon möglich, dass das auch in alte Schichten kriecht, da vertraue ich aber eher einem auch kalt kriechenden Mittel.


    Am Ende nimmt eh jeder was anderes ^^

    „Die Zensur ist das lebendige Zeugnis der Großen, dass sie nur verdummte Sklaven treten, aber keine freien Völker regieren können.“

    (Johann Nestroy)


  • MS's kriecht bei der ersten Frühlingswärme wie verrückt und hört damit auch nie auf. Besser geht nicht wirkl.. Eigene Erfahrung. TimeMax soll noch ein kleines bißchen besser sein lt --afaik-- Autobild-Test.. MS's reicht aber nach meiner Erfahrung völlig. Jedenfalls waren die o.g. Fette das beste ,was man bekommen kann. Alles andere schaut da alsbald aus mannigfachen Gründen alt aus.

    Gruß Guido
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    Velomobil go-one2

  • Wie ist das eigentlich nach Jahren mit der Schichtdicke wenn MS dann immer weiter richung Unten gewandert ist, währe da dann eine Nachbehandlung im oberren nicht doch Sinnvoll?

  • Was ich so in der Werkstatt sichten lassen konnte und selbst überprüfen konnte bei meinem Benz ist die Schichtdicke nach nun ca 12 Jahren nicht sichtl. geringer geworden. Ist ja nicht so ,dass nicht wirkl. ÜBERMÄßIG eingebrachtes SM's,jetzt nach unten liefe wie Öl. Ist halt 'n Fett-Silikongemisch. Da wo der Sprüh-Wahni damals wesentl. zu viel von dem Zeug einbrachte (C-Säule überm Lochblech im Kofferraum) mußte ich von unten abkleben. Die Tröpfelleistung hat sich ,nachdem der fette Schmodder gewichtsmäßig reduzierend anfangs schlagartig massiv bei großer Hitze in den Kofferraum getropft hatte, auf ein nicht mehr prüfbares Maß reduziert. Wenn genug SM's in die Hohlräume gelangt,dass es sich dank Überschußgewicht nach unten flüchtet, ist iwann alles voll mit dem Zeug. Da braucht dann nix mehr nachlaufen,weils eben schon ü-all ist. Spröde wirds ja nicht und damit passt das.

    Gruß Guido
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  • Ich bin mit meiner Mike Sandes Behandlung auch sehr zu frieden. Hat eine schöne, gleichmäßige Schicht gebildet. :top:

    Neapel sehen und sterben-Tour 2012
    Ich war dabei!


    50 Jahre Trabant 601
    Die Jubiläumstour 2014
    Ich war auch dabei!
    :raser:

  • Verglichen mit Wachsen erzeugt man beim Fett deutlich größere Schichtstärken. Das muß man ein bißchen können - zuviel ist genauso Murks wie zuwenig.


    nun warum das? ich habe meinen Ford Granada vor 5 Jahren mit 20 kg Fluidfilm und MS vollgehauen und der fährt jeden Tag das ganze Jahr. da rostet kein Milimeter mehr,und so ein alter Ford kann mindestens genauso gut Rosten wie ne Pappe.Ideal finde ich erst mit Fluidfilm vorbehandeln ein zwei Wochen warten und dann mit Mike Sanders nochmal Versiegeln,so habe ich das gemacht.

  • Jawoll!


    Viel zuviel ist immer besser als zuviel! Und zuviel ist schon zuwenig!


    Ich mutmaße


    a: dass der geliebte Granada trotzdem von außen gammelt,


    b: der ganze Kram nie geschweißt werden muss (spätestens nach einem Unfall mit Wiederherstellung wirds interessant),


    c: ich solche neureichen Typen einfach mögen muß, die sich nicht mit solchen Attributen wie sinnvoll, ausreichen, wirtschafltich und anderem Schnickschnack rumschlagen müssen, 200,- € nur fürs Fett - wohlan! Wer hat, der kann!

  • Der fairness halber muss man aber auch sagen, ich hab mal so'n gestrippten Granada gesehen, da geht wirklich gehörig was rein. Das ist ne andere Hausnummer als ein Trabant. ;-)