Welche Bremse, EBC, Cosid, ATE oder PEX?

Hallo zusammen,

in Kürze steht ein größeres Update der Forensoftware an. Da der Umfang noch nicht genau abschätzbar ist, wird das Forum einige Zeit (Stunden/Tage?) offline sein.
Das Installieren des Update wird aus zeitlichen Gründen kurzfristig und ohne weitere Ankündigung geschehen.

Vielen Dank für Euer Verständnis,

Jan
  • Ich war auch immer direkt in Limbach - im alten Stammhaus sozusagen. Penig ist ja der Nachwende-Neubau.
    Nunja - und man darf nicht vergessen, daß da jetzt längst eine ganze andere Mitarbeitergeneration arbeitet. Die letzten Simplexbacken sind dort sicher um 1990 neu belegt worden - das ist ein Vierteljahrhundert und mehrere Renteneintritte her... ;)

  • Stimmt, Vierteljahrhundert, erschreckend wenn man sich das mal genau durchdenkt :staun:


    Aber momentan bin ich guter Dinge und ehrlich gespannt auf das Ergebnis.

    sapere aude! incipe! (Horaz)
    (bzw. frei nach F. v. Schiller: "Erdreiste Dich zu denken!")

  • Ich habe schon allemöglichen belagsätze über die grenze ihrer leidensfähigkeit gebracht. welche marken das waren weis ich nicht genau. angesichts des günstigen preises für ersatzteile und der herkunft aus osteuropa sollte man generell nicht so viel erwarten.
    bremstrommeln entspannen sich mit der zeit. weshalb ausgedrehte gebrauchte trommeln unter umständen besser funktionieren können. leider ist es mir selbst noch nicht gelungen eine bremstrommel perfekt rund auszudrehen ( unser gerät hat keinen richtig passenden adapter).
    je weicher ein belad ist desto besser bremst er- er verschleißt aber auch schneller. belag und bremstrommel anschleifen bis die verglaste schicht weg ist hilft manchmal wunder. die trommel muss geschliffen werden bis man merkt das das metall weich wird ( die verglaste schicht lässt das schleifpapier viel leichter gleiten). linksund rechts muss so gleichmäsig wie möglich gemacht werden, sonst kann das auto beim bremsen zur seite ziehen. es müssen mindestens 90% der belagfläche tragen

    Ich suche S50/ S51 Papiere / Typschild. das älteste gewinnt, bitte per PN anbieten

  • Hallo,


    Ich habe mich für die Cosid Bremsbeläge entschieden. Die Backen machen einen sehr guten Eindruck und sind rein optisch gut verarbeitet. Wenn ich die restlichen Arbeiten erledigt habe und wieder fahren kann, werde ich nochmal einen kurzen Bericht zur Bremsleistung abgeben.


    Jedoch habe ich noch ein kleines Problemchen:
    Die Bremsen habe ich nun vorne wieder komplett montiert. Links ist alles i.O., aber rechts schleift die Trommel etwas. Die Nachsteller sind ganz zurückgestellt. Das Schleifen ist ziemlich leicht, man kann das Rad problemlos drehen, aber es dann schnell zum Stehen, wenn man loslässt.


    Woran kann das liegen? Ist das schlimm? Wie kann ich weitermachen? Soll ich einfach etwas fahren und gibt sich das dann? Ich würde einfach nach der ersten Probefahrt den Wagen recht aufbocken und mal am Rad drehen, wenn es weg ist wäre ja schön.


    Oder würde ich beim Fahren die Beläge ruinieren?

  • Das gleiche Problem habe ich momentan auch. Das problem ist auch nach einer Fahrt auf der einen Seite geblieben. Ich vermute, dass die Trommel unrund ist, da es nur an einer Stelle schleift. Man kann das Rad eine 3/4 Umdrehung frei bewegen und dann geht 1/4 ziemlich schwer.

  • Ich vermute, dass eine oder beide Bremsbacken leicht nach oben oder unten verrutscht sind. Nach ein paar Meter fahren und ein paar mal Bremsen, müssten die ja dann nichtmehr an der Trommel schleifen. Das ist jedenfalls meine Theorie.

  • Meiner Erfahrung nach ist das nach dem ersten richtigen Bremsen behoben, sofern die Nachsteller bis zum Anschlag reingedrückt wurden. Man kann die Nachsteller ja auch problemlos bei voll montierter Bremse (außer Trommel) wieder in die Ausgangsposition bekommen, indem man den durch die Backen schauenden Nachstellerbolzen mit einem kleinen Maulschlüssel hoch und runter bewegt. Wenn die Trommel anschließend noch schleift, so kann auch eine Backe leicht nach oben oder unten versetzt montiert sein. Da kann man noch etwas hin und herdrücken, aber das richtet sich beim Bremsen eigentlich aus. Trotzdem würde ich das unbedingt nach der Probefahrt nochmal überprüfen.


    Nun nochmal zu den Cosid Belägen: Ich fahre sie jetzt seit 5500km. Ich habe die Trommeln vor 500km links und rechts vertauscht und nun bremst das Fahrzeug vorzüglich geradeaus. Wenn das Fahrzeug nicht beladen ist, dann ist das Rubbeln nurnoch bei sehr starkem Bremsen zu spüren - für mich durchaus akzeptabel. Jetzt mit leerem Fahrzeug merkt man auch, dass die Bremswirkung wirklich sehr gut ist. Da gibt es nichts zu meckern. Ich habe das Gefühl, dass man für die gleiche Bremswirkung etwas stärker ins Pedal steigen muss, als mit den Originalbelägen. Aber da kann ich mich auch täuschen. Zum Aussehen der Beläge nach 4000km habe ich ja schon was gesagt, das hat sich auch nach 5000km nicht geändert. Ich bin gespannt wie lange sie wirklich halten. Alles in Allem kann ich aber keine wirklichen Kritikpunkte mehr finden.


    Gruß, Felix

  • Nun, in der Pappe meiner Herzallerliebsten verrichten seit gut 3 Monaten Pex-Beläge vo. u. hi. zeitgleich installiert ihren Dienst. Damit ging es mit Qek Jr. (hydr. gebr.) im Schlepp über die Alpen, kreuz und quer durch Sardinien und wieder über die Alpen nach Hause.


    Meine Beobachtungen:
    Die Pedalkräfte unter Normalbedingung (unbeladen, kalt, eben) sind auch eingelaufen* spürbar höher als mit original DDR-Belägen. (Unmittelbar nach Montage leichtes, aber beherrschbares Schiefziehen, nach etwa 500 km* vorbei.)
    Das Rubbeln bei höheren Geschwindigkeiten ist moderat ausgeprägt und zunehmende Belagtemperatur** (> 180°) wird mit höherfrequentem "Heißquietschen" begleitet.
    Ab da ist auch zunehmend mehr Muskelschmalz gefordert und ich könnte mir vorstellen, dass so manch zierliche Mädchenwade Schwierigkeiten bekommen könnte die Fuhre angemessen zu verzögern.
    Wieder abgekühlt normalisieren sich Pedalkräfte und das helle Gequietsche klingt ebenfalls ab.
    Mein bisheriges Pex-Fazit:
    Diese Beläge kommen leider nicht an das Original heran.


    In der nächsten Saison werden dann auch Cosid-Beläge Bewegung in Wärme umwandeln.
    (Zur Zeit wechsle ich Bremsbeläge häufiger als Zündkerzen.)


    Wegen Bremse / Gebirge / Heißlaufen / ...
    Da ich dem asbestfreiem Zeug nicht recht traue, habe ich vorne ein Bremsbelag-Thermometer (**NiCr-Ni Thermoelement, Belag ca. 15 mm tief gebohrt) und eine "Bremsen-Wasserkühlung" installiert.
    An jeweils einem Bolzen der Seitenlage habe ich ein dünnes Messingröhrchen (d = 1mm) weich angelötet und über dünne Schläuche zu einem separaten Scheibenwaschbehälter geführt. Im Zuge des Sardinienurlaubs wurde das Ganze erprobt.
    Sobald die Belagtemperatur Werte von 200 - 220°C erreicht, während der Fahrt für ein paar Sekunden Wasser Marsch und die Temperatur im Belag wird wieder unkritisch. Somit kann man auch längere Gefällstrecken bewältigen ohne Abkühlpausen einlegen zu müssen. (Auf manchen Strecken kann man auch nicht so einfach stehenbleiben.)


    LG

  • Was mich bei den PEX-Belägen am meisten gestört hat war, daß die Backen unvorstellbar schnell an der Trommel angerostet(?) waren. Schon stundenweises Parken hat gereicht und beim Losfahren gabs von hinten ein Knacken . Auf die Dauer echt nervig. Vielleicht waren auch die nicht-DDR-Trommeln Schuld, aber mit anderen Backen hab ich sowas nie erlebt.

    sapere aude! incipe! (Horaz)
    (bzw. frei nach F. v. Schiller: "Erdreiste Dich zu denken!")

  • Hallo,


    meine PEX-Beläge fangen bei längerer Belastung (=Wärme) auch an zu quietschen, aber eher leicht.
    Die Pedalkräfte kann ich nicht zum Original vergleichen - es geht stramm, aber der Trabi ist sehr gut abbremsbar und bremst halbwegs geradeaus. Auf dem Prüfstand ist alles super von den Werten her.
    Rubbeln habe ich beim stärkeren Abbremsen aus höherer Geschwindigkeit, aber da weiß ich nicht, inwieweit das mit den Trommeln zusammenhängt, deren Reibflächen sicher nicht mehr ideal sind.
    Ein Festrosten der Beläge an der Trommel konnte ich noch nicht beobachten. Das Problem hat eher mein Westauto mit Scheiben rundum, da backen die Bremsklötzer schnell an den Scheiben an.


    Mit den Radbremszylindern rundum aus gleichem Hause gibts bisher noch keine Probleme.



    Gruß
    Benjamin

    Fährt und schraubt gern IFA *Simson S50B1* *Schwalbe KR51/1* *Trabant 601 LX '88* :love:

  • So, heute kam ein Päckchen aus Limbach...


    Erster Eindruck: sehen ganz vernünftig aus. Werden am WE umgehend eingebaut und dann ausgiebig getestet.


    Was ich schon feststellen konnte: ich hatte ja dort im Laden darum gebeten, einen etwas weicheren Belag zu nutzen, wegens Simplex und so. Tatsächlich merkt man mit dem Fingernagel, daß der Belag weich ist. Schlecht zu beschreiben, aber man merkt es einfach, gerade im Vergleich z.B. zu den Cosid-Belägen, die ich auch da habe. Auch da werde ich berichten, wie sich das verschleißtechnisch auswirkt.


    Ein Pluspunkt geht auf jeden Fall schon mal an die Backen aus Limbach: die riechen irgendwie voll nach DDR :top: genau wie manche andere ET, die lange gelagert haben. Kann gar nicht genug davon bekommen :grinser:

  • So, ich wollte mich nochmal melden.


    Die Cosid-Beläge von Trabantwelt haben nun über 500km runter. Kurz gesagt, ich bin sehr zufrieden! Das Schleifen hat sich nach der ersten Probefahrt erledigt. Bei den ersten paar Bremsungen war kaum Verzögerung zu merken. Nach ein paar mal wurde es immer besser. Nun packen sie richtig gut zu, lassen sich aber auch gut "dosieren".
    Fading hatte ich bisher noch nie, aber ich fahre auch keine Bergetappen ;)
    Die Bremsen quitschen nur etwas wenn sie noch kalt sind, ist dann aber nach 2 mal bremsen weg.


    Mal sehen, wie lange sie halten :)

  • Hallo zusammen! :)


    Mir sind folgende Bremsbeläge "zugelaufen" - ohne erkennbare Kennzeichnung.
    Kennt jemand den Hersteller?
    Taugen die was?


    Vorab besten Dank!


    LG

  • So sahen meine Backen mit Cosid Belägen von Trabantwelt auch aus. Bei mir waren die aber gelb beschriftet. Bisher bin ich sher zufrieden damit.

  • Ich habe auch COSID drin und die quietschen wie Sau. Vom Bremsverhalten kann ich nichts negatives sagen.

    Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muthes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.

  • Hallo,
    Bei meinem Trabant ist der Bremszylinder hinten links fest .
    Habe mich deshalb dazu entschlossen die Bremsen komplett machen zu lassen .
    Ich habe noch Originale Bremsbelege ,siehe Fotos kann ich diese noch verwenden und wenn ja welche
    Es sind 3 veschiedene ??
    Die Bremszylinder würde ich bei Trabantwelt bestellen .
    Oder ist es sinnvoller das Sparset zu bestellen ?
    Desweitern müßte ich wissen was ich an Zubehörteilen benötige ( Schrauben ,Federn ..)
    Ich habe auch noch Bremsleitungen ( siehe Foto ) ist es sinnvoll diese mit wechseln zu lassen .


    Im voraus schonmal Danke !!


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  • Die vier Backen oben links kannst Du nicht verwenden - die sind für die alte Simplexbremse bis 1967 (vorn/hinten).
    Falls sie zu verkaufen sind, nehme ich sie gern.


    Die beiden Backen oben rechts mit Hebel sind für die Hinterachse - in die Hebel wird jeweils das Handbremsseil eingehängt. Allerdings sollten die eigentlich beide den kurzen Bremsbelag haben - bei Dir hat eine den langen, der an die gegenüberliegende Bremsbacke ohne Hebel gehört.
    Die unteren sind alle für vorn bzw. für die jeweils hintere Backe ohne Hebel geeignet.