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  • Quote

    Die Schreiber der "Zufriedenheit" gehören nach meinem persönlichen Kenntnisstand eher zu den "bundesdeutschen Durchschnittsverdienern im 1-Rentenpunkt-pro-Jahr-Bereich", die entweder per BAT, Tarifvertrag oder "Westlohn oberhalb des Mindestlohnes" bezahlt werden.


    Es lässt sich gut von Zufriedenheit schwadronieren, wenn ich auf der Maslow´schen Bedürfnispyramide herunter statt hinaufblicken kann.... ;-)

    Das muss ich für mich entschieden zurückweisen. Innerhalb der Diskussion nehme ich mich nicht als Basis der Betrachtung.


    Ich kann aber sehr gut die Situation analysieren, auch deshalb, weil ich lange Zeit nach der Scheidung am sogenannten Existenzminimum operieren musste, mit Lohnpfändung und allem drum und dran.


    Das der Status Quo heute ein anderer ist bleibt unbestritten. Dieser, also meiner, ist aber auch nicht Gegenstand der Diskussion. Und wenn meiner möglicherweise oberhalb des Durchschnitts liegt, schliesst mich das doch nicht per se davon aus, qualifiziert hochwertig darüber zu diskutieren.


    PS. ich weiss genau wieviel Punkte ich habe und auf wieviel ich mal kommen werde, wenn sich am persönlich Plan und dem Status Quo nichts ändert. Dank Reform werden das ja in Zukunft für "Ossis" weniger im Jahr sein als bisher, da ja der Faktor wegfällt im Zuge der Angleichung.


    PS.2 und gehe ich doch nur von meiner persönlichen Situation aus, dann bin ich mit dieser Zufrieden :)


    PS.3 bei uns ist es wie bei Thomas.......4000€ haben wir ganz sicher nicht und durch die vorhandene Zufriedenheit und natürlich durch die vorhandenen Gegebenheiten brauchen wir die auch nicht.


    PS.4 mein Hobby bezahlt sich von allein, da fliesst schon seit vielen Jahren kein "Haushaltsgeld" mehr rein.

  • Es geht ja mMn. hauptsächlich darum, nicht nach immer noch " Mehr " zu streben.


    Wenn man seine Bedürfnisse auf das wirklich nötige und wichtige beschränkt, merkt

    man, daß alles was man darüber hinaus anstrebt sehr teuer erkauft wird.

    Es steht jedenfalls in keinem vernünftigen Verhältnis zum betriebenen Aufwand.


    " Es irrt der Mensch, solang er strebt " sagte schon Goethe.


    Wenn ich die Forderung von Politik und Wirtschaft nach immer mehr Wachstum höre,

    habe ich kein gutes Gefühl.

    Das kann perspektivisch nur schlimm ausgehen.


    Was spricht dagegen den Lebensstandard auf einem bestimmten Niveau einzufrieren ?

  • Zum Thema Zufriedenheit möchte ich mein Beispiel mal mit heranziehen.

    Ich beobachte seit meiner Arbeitszeitreduzierung auf 75% einen massiven Neid mancher Kollegen. Das sind genau jene, die sich alle zwei Jahre ein neues (höchstens zwei Jahre altes) Auto finanzieren, jährlich neue Smartphones präsentieren und im Sommer bei jeder Gelegenheit einflechten den größten Pool zu haben. Und die, die maulend aber heimlich gern auch Samstags fünf Stunden "schnell" noch was fertig machen, da Überstunden mit 25% Zuschlag ausgezahlt werden. In deren Augen bekomme ich sicher das Doppelte ihres Lohnes. Schließlich fahre ich ja auch eine E-Klasse. Dass das Ding schon ziemlich zerranzt und 20 Jahre alt war, als ich es vor vier Jahren kaufte, fällt da hinten runter.

    Würde ich mir deren Ansprüche aufdrängen lassen, Hätte ich wohl auch eine 50-Stundenwoche nötig.

    Auch, wenn bei uns Individuallöhne gezahlt werden, so groß sind die Unterschiede nicht.

    Muss eben jeder selbst wissen, ob er einen auf dicke Hose machen will, oder lieber Zeit für seine Familie und sich hat.

    Oben genannte machen zumindest immer nur die ersten drei Wochen nach der Jährlichen Lohnerhöhung einen zufriedenen Eindruck.


    PS: 4000€ Familieneinkommen? Netto? Nicht mal mit Kindergeld für alle drei!

    Herr gib Regen und Sonnenschein, für Reuß - Greiz, Schleiz und Lobenstein,
    und woll'n die annern auch was haam, so soll'n 'se es dir selber saa'n!

    Edited once, last by Sasch ().

  • Was spricht dagegen den Lebensstandard auf einem bestimmten Niveau einzufrieren ?

    Wäre für den Einzelnen sicher machbar - oft wird der durch diverse Umstände auch schlechter.


    Gesamtgesellschaftlich spricht schon ein einziges Faktum zwingend dagegen: Der "Kapitalismus" hat nunmal gegen den "real existierenden Sozialismus" gesiegt. Ein, wie auch immer gearteter, "dritter Weg" wurde von fast niemandem gewollt.

    Früher gab's Sex, Drugs & Rock'n'Roll -

    jetzt gibts Veganer, Laktoseintoleranz und Helene Fischer

  • Sagt wer?

    sapere aude! incipe! (Horaz)
    (bzw. frei nach F. v. Schiller: "Erdreiste Dich zu denken!")

  • Sasch und Krümel. Da geh ich mit. Es ist ja nicht nur das neue Auto alle paar Jahre. Wenn ich mir das Konsumgehabe heute so anschaue, kann man nur wegrennen. Nur als Beispiel, heute auf dem Rückweg mit dem Rad aus meiner Werkstatt. Nichts vom Baum, nur unterwegs aufgelesen.


    Nix gespritzt etc. Warum soll ich mir mein Obst im Sommer im Supermarkt kaufen. Diese Menge hole ich mir jeden zweiten Tag, keiner liest es auf. Für mich ist das unverständlich.

    So, aber zum Thema


    Alle Klebestellen und Bereiche, wo mein Dirk dann von innen nicht mehr rankommt hab ich auslackiert. Am Wochenende beplanke ich dann endlich.

  • Der Kapitalismus hat nicht gesiegt. Er ist nur übriggeblieben. Vorläufig jedenfalls.


    Eine Langzeitlösung kann und wird er aber auch nicht sein. Es gibt kein unbegrenztes Wachstum. Darauf setzt aber der Kapitalismus, der obendrein nach 1989 noch aus sämtlichen Fesseln entlassen wurde...


    Kein Zukunftsmodell auf einem Planeten mit endlichen Ressourcen.

  • Also seit unsere kleine da ist haben wir auch arbeitstechnisch zurück geschraubt beziehungsweise ich habe komplett gewechselt. Endlich humane Arbeitszeiten. Aber finanziell ist das schon nen deutlicher Unterschied. Und ich würde das auch so bestätigen mit den 3000 Euro für ne Familie. Das Brauch man schon. Grad wenn man in der Nähe einer Großstadt wohnt.

    Öffentliche Verkehrsmittel dauern außerhalb (bei mir von Berlin) zu lange also brauch jeder nen Auto von uns. Mieten sind aber trotzdem fast auf Berliner Niveau..


    Es reicht so zwar ganz gut aber wenn man Mal was kaufen will muss man schon bissel rechnen und planen.


    Aber ich habe in der Zeit aufm 40t bei DHL gemerkt, Freizeit ist durch nichts zu ersetzen! Da muss schon ne dicke Tüte mit geld kommen um da locken zu können.

    Da gehöre ich lieber zur Unterschicht.

  • Deluxe : Ich hätte dir jetzt gern 'nen "Doppeldaumen" gegeben!

    Und da sind wir aber auch schon wieder beim leidigen Thema: Woher kommt unser Wachstum? Ausbeutung des Planeten? Klar! Aber eben auch Ausbeutung von drei, vier milliarden Menschen.

    Ich kann mir leider nicht vorstellen, dass die wachstumsverwöhnte "Erste Welt" auf genug verzichten wird, bevor alles alle ist. Oder dass die "Dritte Welt" solange zusieht.

    Herr gib Regen und Sonnenschein, für Reuß - Greiz, Schleiz und Lobenstein,
    und woll'n die annern auch was haam, so soll'n 'se es dir selber saa'n!

    Edited once, last by Sasch ().

  • Der Wachstum geht solange gut bis zum Nächten Großen Krieg, dann wird wieder alles kaputt geschlagen und wenn wir dann Glück haben geht's dann wieder von vorne los. Wenns denn überhaupt noch Menschen gibt vielleicht wieder mit dem Faustkeil an der offenen Feuerstelle mit Fellen bekleidet.

  • Wenn man den weltweiten Eskalationsspiralen gerade so beim Drehen zukuckt, geht einem der Glauben an irgend jemandem, der nach einem "Großen Krieg" noch einen Faustkeil halten kann irgendwie ab.

    Herr gib Regen und Sonnenschein, für Reuß - Greiz, Schleiz und Lobenstein,
    und woll'n die annern auch was haam, so soll'n 'se es dir selber saa'n!

  • Tropi85  

    Mit Zahlen will ich hier nicht dienen da ich in einer anderen Gegend wohne wo nicht nur das Mietniveau hoch ist sondern alles andere auch aber so ist es wie du schreibst. Mein Trabi, der Pool und mein gepflegter (und momentan gut gewässerter) Garten, der neue Webergrill, der fast neue vollausgestattete Kleinwagen meiner Frau ...das ist einfach momentan unserer Luxus den wir uns nur leisten können da wir beide Vollzeit arbeiten. Ich hab einen Spruch den sich meine Frau verinnerlicht hat "Das Gehalt des Mannes reicht höchstens zum Leben, die Annehmlichkeiten im Leben finanziert das Gehalt der Frau". So ist es bei uns und ich hab damit eines meiner Hauptziele im Leben erreicht, Gleichberechtigung in der Familie :)

    Wenn die letzten Jahre nicht einiges dazwischengekommen wäre hätte es vielleicht zu Wohneigentum gereicht aber hier ist der Punkt erreicht sich ein Bier aufzumachen, im Garten den Pool anzuschauen, später zu baden und einfach mal mit der momentanen Lage zufrieden zu sein und sich auf den Urlaub zu freuen.

  • Der Kapitalismus ...


    Eine Langzeitlösung kann und wird er aber auch nicht sein. Es gibt kein unbegrenztes Wachstum. Darauf setzt aber der Kapitalismus, der obendrein nach 1989 noch aus sämtlichen Fesseln entlassen wurde...


    Kein Zukunftsmodell auf einem Planeten mit endlichen Ressourcen.

    Yes, yes, yes. Wie Du mir da aus dem Herzen sprichst.


    Die derzeitige Wirtschaftsform aus Zins, Zinseszins und damit zwangsläufig Ausbeutung (denn ein oder besser viele Dumme müssen die Zahlen ja erwirtschaften) dreht sich im Kreis. Irgendwann fällt auch dieses Kartenhaus zusammen.

  • Zins? Zinseszins?

    Bräucht da mal nen Tipp wo es heute noch sowas gibt. ;(;(

  • Man kann es auch einfach Schuldgeldsystem nennen. Unsere Kontostände sind reine Buchwerte, die nicht von tatsächlichen Werten gedeckt sind.

  • Dann lass dir mal nen Kredit geben

  • In einem Trabantforum ist die Wahrscheinlichkeit eben doch höher, eine Mehrheit an Pragmaten und Minimalisten zu finden, die deutlich früher eine Zufriedenheit erreichen als andere Gruppen.


    Man hört das zumindest öfter aus den Beiträgen raus. Die Fraktion derer, mit dem immer neusten Smartphone, dem neusten und schnellsten SUV, dem größten Haus bzw. der exklusivsten Wohnung und die jedes Jahr die Kollektion im Kleiderschrank wechseln, ist in meiner Wahrnehmung hier eher eine Minderheit.


    Und bevor wir dazu kommen uns gegenseitig mit Protz und Prunk zu überbieten, können wir den Wertbewerb starten, wer am besten von uns mit am wenigsten auskommt :)

  • Hab mir mal die Überschrift angesehen und festgestellt, dass es eigentlich um das Thema geht: "Was macht Ihr denn gerade?"

    Nun, ich bin mit dem Caro rausgefahren, habe mich auf die Wiese gesetzt und habe den schönen Abend genossen. Mehr braucht es eigentlich nicht. :)

  • Wobei ein Tramp ja nun - auch und gerade in unseren Trabantfahrerkreisen - schon wieder ein deutliches Indiz für leicht überdurchschnittlichen Wohlstand darstellt...;)


    Ich kann mich den Worten vieler Vorredner, allen voran Deli, nur anschließen (und bin mit dem Liken kaum hinterher gekommen...:bienchen:).

    Persönlich habe ich´s (für Bekannte bekanntlich) auch nicht so mit dem Konsumwahn - wegen eines 14 Jahre alten Blechautos z.B. darf man sich heutzutage schon beinahe als Alien vorkommen, wenn etwa im Koll.kreis alle 2-3 Jahre was neues vor der Tür stehen muß. Da bei der Gelegenheit aber meist auch Unsummen (angeblich nicht ausreichend vorhandenes Geldes) verbrannt werden, sehe ich das völlig entspannt und lehne mich im (nach all den Jahren immer noch top bequemen) Sitz besagten alten Blechautos zurück und cruise damit bequem, sicher und zuverlässig durch die Lande (wenn ich das gerade nicht im Trabant tue).

    Und auch mit dem gewissen Spott betreffs der bei mir/uns noch reichlich vorhandenen (und genutzten!) Osttechnik/des Ostinventars aller Art kann ich prima umgehen. :)

    Insgesamt sehe ich, oft leise lächelnd, mit ziemlichen Kopfschütteln auf all die Konsum-Wahnsinnigen rundherum und amüsiere mich auch köstlich, wenn z.B. jemand in DEM Sommer unbedingt wieder billig-popillig gen Süden fliegen muß, sich aber hinterher über Verspätungen, Gedränge und all den "Reisestress" aufregt. Den er gar nicht hätte haben müssen...


    Auch ich sehe es glasklar, daß es SO wohl nicht mehr ewig und ungebremst weitergehen kann und wird. Die Frage ist dabei nur, wie hart dereinst das Bremsmanöver ausfallen wird...