EBZA Problem - Gebereinheit bekommt keine Versorgungsspannung

  • hallo erstmal!


    Wie oben schon beschrieben habe ich ein Problem mit der Zündung.


    Ich habe nach dem WHIMS alle einzelnen Bauteile der Zündung überprüft Steuerteil ok, Zündspulen usw.ok.


    Beim Prüfen der Gebereinheit gab es dann ein Problem und zwar soll man ja mit dem Spannungsmesser an grün und an braun gehen beim drehen des motors sollten die Werte zwischen 12V und 0V wechseln.
    Bei mir lag keine Spannung an --> also laut buch versorgungsspannung überprüft ---> auch nix


    Das hat mich dann wieder ins Steuerteil zurückgebracht, wo ich erstmal den Durchgang der 3Geberleitungen gemessen --> alles ok.


    An den Zündspulen liegt an 15 auch Spannung an, die ja auch ins Steuerteil geht jedoch kommt vom Steuerteil keine Spannung wieder zum Geber.


    Ich vermute, dass irgend ein Bauteil im Steuerteil defekt ist.


    Vielleicht hatte das ja schonmal jemand?


    Gruß Christoph

  • Tausche einfach mal das Steuerteil (gegen ein funktionierendes!) aus. Dann kannst du dir 100% sicher sein, das der Fehler dort liegt.


    Es gibt hier einige Leute die sich gut mit der Schaltung des Steuerteils auskennen... werden sich schon melden ;)

  • da mich die Sache technisch interresiert, hab ich mal für dich gegoogelt.
    http://www.wartburgpeter.de/tez_ebza.htm
    Der Wartburgpeter hat das zwar hier für die Zündanlage mit drei Gebern, aber das sollte für die Trabant EBZA technisch identisch sein. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich noch nie in die schwarze Kiste geschaut habe.
    Dein Problem sollte also bei der Stromversorgung für die Geber, dh. T5, R6, D2, C2 zu suchen sein. Gern sind es die Z Dioden, die ihre Arbeit nicht mehr tun, oder der Leistungstransistor.
    Auf einer Antwort nach erfolgter Reparatur sind alle gespannt.
    Macha

  • Hallo,so wie ich das sehe liegst Du mit Deiner Annahme richtig. Ich würde die EBZA mal aufmachen und reinsehen ob nicht etwa eine Unterbrechung der Leiterbahnen vorliegt oder etwas abgefackelt ist. Vielleicht hast Du ja einen Laden in der Nähe der mit Elekronischen Bauteilen handelt, und dir weiterhelfen kann.

  • Sieht nach `nem defekten Steuerteil aus.
    Ich hatte schon oft welche mit kalten (lockeren) Lötstellen.
    Gerade an den größeren Bauteilen und an den großen Widerständen sind die stark durch Temperaturschwankungen und mechanischer Beanspruchung belastet.
    Eine Verfärbung der Leiterplatte im Bereich der großen Widerstände ist "normal".


    Einfach mal alles vorsichtig nachlöten und ausprobieren...


    PS: Masseverbindung vom Kabelschuh auf der Zündspulenbefestigung bis zum Gebertei mal überprüfen.

  • Also wie schon geschrieben die Kabel haben alle Durchgang auch das Massekabel von der Zündspulenbefestigung zum Geber.


    Das Kuriose an der ganzen Sache ist, dass die Karre vorher lief. Habe nur festgestellt, dass die Zündspule mit dem grünen Kabel an der 1- Zylinder 2 zugeordnet war und die Spule mit dem weißen Kabel an der 1 war dem 1 Zylinder zugeordnet.


    Normal gehört das grüne Kabel zum 1.Zylinder und das weiße zum 2.Zylinder.


    Nachdem ich das getauscht hatte ist mir aufgefallen, dass zwischen den Zündspulen an Klemme 15 die Brücke ordnungsgemäß liegt und auch durchgang hat doch an einer Zündspule waren 3 Kontakte auf der 15--> Brücke, +Vom Auto, + ins Steuerteil, da hab ich dann nur den Kontakt vom Auto auf die andere Spule noch mit draufgenommen.


    Nachdem ich dann starten wollte hat es nur geknallt vorne.



    Vielleicht sollte ich noch erzählen, dass ich einen Transistor schonmal gewechselt habe, den für Zylinder 2.


    Das Steuerteil hatte ich schon auseinander und habe grob alles auf Durchgang gemessen. Haut soweit alles hin. Ich werde mal alle Stellen nachlöten.


    Gruß Christoph

  • Moment... wenn du die EBZA Anschlüsse an den Spulen getauscht hast, und es zuvor funktioniert hat, musst du ja auch die Zündkabel tauschen. Sonst zündet er ja falsch. Oder habe ich jetzt was überlesen. :huh:

  • Das schwarze Pluskabel zwischen EBZA-Geber und -Steuerplatine mündet in der weißen Dickschichtschaltung auf der Steuerplatine. Wenn also keine gebrochene Lötstelle vorliegt, dürfte mit großer Wahrscheinlichkeit diese Dickschichtschaltung abgeraucht sein. Ein Fall für die Mülltonne.


    Allerdings: Wenn es noch knallt, muß der Geber ja noch funktionieren...


    Die EBZA war das erste, was bei mir rausgeflogen ist. Wenn Du Ersatz benötigst und Dich bei dieser Gelegenheit nicht gleich zu einer "ordentlichen" Computerzündung entschließen magst, schicke ich Dir gern meine eingelagerten EBZA-Reste zur persönlichen Verwertung.


    Grüße, Tom

  • Habe nur die Zündkabel getauscht. Der Rest war richtig geklemmt.



    Gruß Christoph

  • Du hattest in der ersten Frage nach der Spannungsversorgung der Geber gefragt. Was du tun kannst, dafür hast du Antworten erhalten.
    Jetzt kommst du mit wilden Tauschaktionen und Messorgien und fragst uns, was du dabei verkehrt gemacht hast, oder was zerstört sein könnte.
    Das kann niemand beantworten, da alle vom Originalzustand ausgehen, auch nicht vermutet haben, dass du an der EBZA schon rumgebastelt hast.
    Kauf Originalteile, bau die wie original zusammen, oder bastel weiter.
    Macha

  • Hallo!


    Also ich möchte hinzufügen, dass die elektronischen Zündanlagen von Wartburg und Trabant gänzlich unterschiedlich arbeiten. Die vom Wartburg wertet optoelektronische Signale aus währenddessen die Trabant- Zündung sich das Hall- Prinzip zu nutze macht. Die Schaltung der Trabi- Zündung ist schwieriger zu überprüfen bzw. zu reparieren, da es meines Erachtens nach kein vergleichbares IC gibt. Beim Wartburg wird gänzlich auf ICs verzichtet und es ist alles nur mit Transitoren aufgebaut. Die Wartburg- Zündung lässt sich ausnahmslos immer reparieren, die vom Trabant aber nicht, wenn der Hybridschaltkreis defekt ist, sonst natürlich auch. Wenn jemand ein vergleichbares IC kennt, bitte melden! Ich suche schon seit langem danach...

  • Macha Ich habe nicht wild rumgebastelt! Ich habe vor einiger Zeit den Transistor gewechselt, weil der 2. Zylinder absolut nicht lief und habe ohne "rumgebastel" den Transisitor ordnungsgemäß gewechselt. Hat auch funktioniert.


    Desweiteren habe ich die Zündspulen original angeklemmt und nicht durch "wilde Tauschaktionen" verklemmt.


    Zu den "wilden Messorgien": Ich habe so gemessen, wie es im WHIMS steht und wenn du das als "wilde Messorgien" bezeichnest, dann stellt sich mir die Frage, wer hier rumbastelt. Deine Antworten haben bis jetzt auch noch nicht von Qualität gezeugt.


    Also bitte unterlass solche absolut sinnlosen Bemerkungen!


    @TomR ich hätte Interesse an deinen Teilen


    Gruß Christoph

  • OK, dann schick Du mir Deine Adresse per PM und ich schick Dir die EBZA.


    Grüße, Tom

  • So habe heute alle Kontakte vom Steuerteil nachgelötet.


    Versorgungsspannung liegt an. Musste das Messgerät wechseln das andere war kaputt.


    Dann habe ich den Geber nochmal getestet und habe festgestellt, das die Spannungen immer zwischen 10,7 und 0,08V wechseln- also nie komplett 0V.


    Beim Prüfen vom Steuerteil muss die Spannung zum Zündzeitpunkt ja auf 0V abfallen.
    Bei mir aber nicht.
    Auf beiden Zylindern haben sich die Spannungen von 11,.. auf 5...6 V eingepegelt. Ist doch auch nicht normal oder?


    Den Zündzeitpunkt habe ich mittels Prüflampe überprüft, die an 1 des jeweilligen Zylinders gegen Masse angeschlossen wurde. Beim ZZP des 1.Zylinders ging die Lampe an und kurz danach wieder aus.(beim weiterdrehen)
    Beim ZZP des 2.Zylinders ging die Lampe auch an blieb aber bis zum ZZP des 1.Zylinders an. Ist das normal??


    Konnte das Steuerteil leider noch nicht wechseln.


    Trotz alledem habe ich versucht den Motor zu starten.
    Dies gelang mir erst nachdem ich die Zündkabel samt Kerzenstecker wieder vertauscht habe. Kann das sein, dass die Zündzeitpunkte komplett verstellt sind?
    Das würde zumindestens erklären warum er läuft, wenn ich die Kabel vertausche.


    Gruß Christoph

  • Der ZZP ist nicht total verstellt, sondern um 180 Grad versetzt. In welcher Lage ist denn dein Geber eingebaut? Kann auch der Stift im KW Stumpf Ursache sein, 180 Grad Versatz. Kommt schon mal vor, macht aber nichts, dann wie du es gemacht hast, Zündkabel in den Spulen tauschen und das Dingen läuft. Natürlich die Zündung noch einstellen, von unter 4mm OT nach 3mm rantasten, jeder Serienmotor möchte anders haben, um optimal zu laufen, Streuung der Toleranzen halt.
    Deine Meßergebnisse, hmmm..., Meßfehler schließt du aus? Die EBZA kenn ich nur so: funktioniert oder geht gar nicht, dazwischen gibts nichts, im Gegenteil zur Verbrecherzündung.

    Bei gleicher Umgebung lebt doch jeder in einer anderen Welt!


    Artur Schopenhauer

  • Wie in welcher lage der Geber sitzt?


    Messfehler kann ich eigentlich ausschließen.


    Was kann ich jetzt nun tun?


    Gruß Christoph

  • Bitte entschuldige, wenn ich das jetzt so feststellen muß, aber Deine Fehlerdiagnose lässt die erforderliche Struktur vermissen. Mal prüfst Du hier, mal dort. Dann änderst Du hier etwas, dann mal wieder dort. Schließlich wirfst Du alles über den Haufen, indem Du erklärst, das Messgerät selbst war auch nicht in Ordnung (OK, kann natürlich auch mal passieren), aber dann beginnst wieder an ganz anderer Stelle. So verwirrst Du Dich zwar sehr effektiv selber, kommst aber kaum weiter.


    Die Ausgangsspannung des Hall-Gebers kann nicht bis auf Null Volt absinken, da es sich um Halbleiterleketronik handelt. 80mV sind da schon sehr nah an 0V und stellen eindeutig einen negativen Schaltzustand dar. Der positive Schaltzustand wird durch die 10,7V signalisiert, was entsprechend ebenfalls korrekt ist. An dieser Stelle, bzw. an der Spannungsversorgung über die Steuerplatine der EBZA liegt der Fehler also nicht. (Meine alte EBZA schicke ich Dir trotzdem, dann habe ich endlich wieder mehr Platz im Regal für sinnvolleres)


    Nun läuft er also, nachdem Du die Zündkabel vertauscht hast? Na, da haste Dich ja schön selbst ver*****t. ;) An der Gebermechanik der EBZA ist praktisch nie etwas zu tun, außer sie
    ein- oder auszubauen. Ich würde daher empfehlen, nunmehr schnell die Haube zu schließen, bevor sich der erfreuliche Zustand des BRUMMM wieder in unerfreuliches LÖDLÖDLÖDLKNALL verschlimmbessert...


    Grüße, Tom

  • Wie hier schon gesagt wurde: 180 ° Verdrehung gibt es oft. Mal ist der Stift in der Kurbelwelle an der falschen Stelle und weil das schwieriger zu ändern ist existieren auch Geberteile bei denen der Dauermagnet um 180 ° gedreht ist.
    Du kannst also auch den Dauermagneten auf deiner Geberplatte "verdeht" einbauen (Schraubengedöhns wieder gut sichern, damit nix abfliegt)

  • Konnte leider erst jetzt wieder lesen.
    @ IFA_Alex danke für die Schaltung, nach der hatte ich gesucht und war dann davon ausgegangen, das Wartburg und Trabant gleiche Entwicklungen gewesen sind. Da habe ich geirrt.
    Habe ja geschrieben, dass ich selbst die Schwarze Kiste noch nie geöffnet habe und auch den Deckel vom Geberteil noch nie unten hatte, weil mit der Zündung an meinem 88ziger einfach nichts ist.
    Nach der Schaltung die nun vorliegt , kann ich mir sinnvolle Kontrolle einzelner Bauelemente nur unter teilweise Demontage(auslöten) vorstellen. Durchgangsmessungen im eingebauten Zustand, erscheint mir eher ungeeignet. Den Schaltkreis kann man auch nur testen, wenn man die Innenschaltung kennt.
    Trabischrauber In seinem letzten Beitrag sagt @TomR nichts anderes ,als ich es bereits sagte.
    Ich werde also auch in Zukunft Bemerkungen machen die nicht jedem gefallen werden.
    Wenn dir Qualität in Antworten fehlt, solltest du das immer konkret benennen, die Verallgemeinerung hilft weder mir noch den anderen.


    Macha

  • Hallo!


    Ich habe die Zündzeitpunkte Kontrolliert.
    Beide liegen bei 3,3mm v.OT.


    Die Markierungen auf der Riemenscheibe stimmen allerdings nicht mit dem jeweilligen Zylinder überein. Ich denke auch, dass irgendwas verdreht ist.


    Vielen Dank für alle bisherigen Antworten.


    EDIT: Habe den Magneten gedreht.
    Es funktioniert jetzt eigentlich auch alles wie es soll nur leider kommt ab und zu ein Puffen (evtl. Fehlzündung) aus dem auspuff, wonach der Motor fast abstirbt.


    Was könnte das sein?


    Liebe Grüße Christoph




    P.S. Ich würde gerne die Haube schließen aber so erfreulich ist der Zusatand des BRUMM noch nicht ;) er läuft noch nicht richtig.


    Gruß Christoph