Krümmerdichtungen

  • Ich hab mal in der Tabelle aus WHIMS nach dem angegebem Wert geschaut.
    http://trabitechnik.com/index.php?page=43&lang=de&page_number=2
    Ich dachte immer, dass er hier steht, aber es steht hier garnichts über Krümmer. Wo hattest du die 25N her? In der Tabelle stehen für M8 und Teile die aus Aluguss sind maximal 22,5(Fuss).
    Egal, du musst die Bolzen so behutsam, wie möglich rausholen. Putzlappen in die Zylinderöffnungen nicht vergessen, sonst kommt noch mehr Unheil, als es so schon ist.
    Starke Schweißer oder Grippzange würde ich bevorzugen.
    Aber gleich drei von vier dass klingt richtig nach Arbeit, ich denk einer ist schon Fumelei, der Motor ist doch bestimmt noch eingebaut.
    Also viel Glück.
    Macha

  • Ist das Gewinde wirklich über die gesamte Länge hin? Sonst würde ich erstmal soviele Muttern wie möglich draufdrehen und verkontern und an der letzten (am Zylinder) lösen. Ansonsten wirklich ne Mutter festbraten.

  • Ganz blöd gelaufen: ich habe alle Muttern nach und nach mit dem Drehmomentschlüssel angezogen. Da man an die zweite von links jedoch nicht mit Nuss und Verlängerung herankommt habe ich diese mit einem normalen Ringschlüssel festgezogen. Da hat man ja wenigstens Gefühl mit.


    Irgendwann habe ich aufgehört, da mein Gefühl mir sagte: das kann so nicht richtig sein. Also zur Kontrolle die Muttern gelöst, dabei merkte ich schon, das das Gewinde hin ist, da die Muttern sehr schwer wieder herunter gingen.


    Das gewinde ist nur an der Stelle kaputt wo im Normalbetrieb die Mutter sitzt. Ich werde also versuchen ein paar Muttern auf dem Rest zu kontern und dann erstmal mit dem Schraubenschlüssel mein Glück versuchen.


    Die 25 NM habe ich auf der Hompage eines Teilehändlers gefunden. Wahrscheinlich ist aber mein Drehmomentschlüssel von ATU schuld...


    Das Erfahrung sammeln auch immer so weh tun muss...

  • Gekonterte Muttern halten nicht, da die Gewinde am Anfang bereits beschädigt sind. Wenn man nun mit Gewalt eine Mutter draufdreht, versaut man das ganze restliche Gewinde. Danach die zweite Mutter auch noch über das kaputte Gewinde drehen und dann noch gegeneinander kontern... hat leider nicht mehr gehalten.


    Ich habe Manni angerufen und um Rat gefragt. Er meint, ich solle mit einem Bolzenausdreher arbeiten, sagt aber auch: "Wenn Du das noch nie gemacht, hast, lass mal lieber jemand mit Ahnung daran."


    Das werde ich jetzt auch machen: ich warte auf den Kfz-ler meines Vertrauens. Wenn der Zeit hat, kommt er mal mit Werkzeug vorbei und versucht die Bolzen auszudrehen.


    Drückt mir die Daumen, dass sich alle ausdrehen lassen und keiner abreisst!


    Vielen Dank für Eure Tips
    Lars

  • Update:


    Ein Lob auf "richtiges" Werkzeug. :thumbsup:


    Der besagte Kollege hat einen M8er Bolzenausdreher von HAZET mitgebracht und 5 Min. später waren alle Bolzen ausgedreht!


    Die neuen habe ich schon drinnen, sind zum Glück mit Inbus vorne dran!!! Wie fest soll ich die denn nun reindrehen?


    Um nicht wieder etwas zu versauen, habe ich jetzt erstmal einen 4er Inbus Bit auf einen Schraubendreher gesteckt und die Bolzen "handfest" angezogen.


    Was meint Ihr, reicht das?


    Dort jetzt mit der Knarre anzusetzen traue ich mich nicht, da ich auf dem Gebiet "nach fest kommt ab" offensichtlich großes Talent habe... :depenalarm:


    Viele Grüße
    Lars

  • Ich orientiere mich bei neuen Stehbolzen meist daran, wie tief die vorigen im Material saßen.
    Vorher, wenn möglich, Tiefe der Bohrung messen, -das Gewinde ist logischerweise kürzer- also nicht brutal tief hinein"würgen".
    ist halt eine Gefühlssache, etwas strammer als handfest, würde ich sagen.

  • die neuen Stehbolzen haben ein durchgängiges Gewinde. Ich habe Sie jetzt so weit hereingedreht, wie es ging...


    "Handfest" meint doch ohne Hebelwirkung von Knarre oder ähnlichem Werkzeug?!?!


    Viele Grüße
    Lars

  • Wie gesagt, ich reinige und entfette im Warmbereich, also z.B. auch Motorblock-oder Zylinderbereich nähe Krümmer die Bohrung erstmal ordentlich (Bremsenreiniger mit Ohrenpflege-Stäbchen), messe dann die Kernlochtiefe und drehe wahlweise mal einen Gewindeschneider rein, wenn sich irgendwas seltsam anfühlt.
    Die Anzugsfestigkeit ist schwer zu beschreiben, ist eben ein Ergebnis aus der Erfahrung, schon einige hundert Gewinde in Kernlöcher geschnitten und neue Bolzen gesetzt zu haben.
    Also beim Anziehen einen Klick fester als Handfest, aber nicht brutal festgeknallt.
    Tiefenmaß vom Meßschieber rein, messen, das Gewinde ist logischerweise einige mm kürzer, und sich grob an diesem Maß orientieren.
    Sollten die Gewinde wirklich brutal ausgenudelt sein, sprich wackelt, obwohl die Nutztiefe ausgereizt ist, gibt´s immer noch die Möglichkeit, präzise aufzubohren und einen Heli-Coil-Einsatz einzubringen, das ist gewissermaßen eine grobe Stahlspirale, die das defekte Gewinde ersetzt.
    Dies ist allerdings die vorletzte Möglichkeit, Festigkeit zu erreichen, die ultimativ letzte Version heißt nochmal Aufbohren, und Reduktions-Stehbolzen, also hinten M7 oder M8, vorne M6, erhältlich im guten Fachbetrieb, einsetzen.
    Persönlich verwende ich, je nach Temperaturbereich, auch Schrauben-Sicherungskleber - die High-Tech-Version soll sogar 600 Grad Celsius aushalten, ist allerdings nicht so einfach frei verkäuflich-, im Niedrig-Temperaturbereich immer, wenn´s um Fahrwerksteile geht.

  • Hallo Fritz,


    ich hatte noch einmal Glück gehabt. Der Motor hatte ja erst 300 km gelaufen und offensichtlich waren die Bolzen auch erst seit diesen 300 km drin. Mit dem Ausdreher konnte ich alle Bolzen entfernen.


    Die Gewinde im Zylinder sind noch so gut, daß ich die neuen Bolzen mit Daumen und Zeigefinger ganz leicht hineindrehen konnte.


    Ich hoffe, ich habe den Klick mehr als Handfest gefunden, aber schlimmstenfalls dreht sich der Bolzen von allein wieder heraus und ich versaue mit die Krümmerdichtungen ein zweites Mal. Wäre zwar ärgerlich, aber ich habe da auf Vorrat bestellt ;)


    Vielen Dank an alle für die Tips!!!
    Lars

  • hab mal hier das geschriebene so halb überflogen. Trabs-OL: Zu deinen krümmermuttern: hast du schonmal drüber nachgedacht, selbstsichernde muttern zu verwenden??
    im kfz-bereich gibts sogar recht brauchbare, nämlich aus kupfer und diese glühen auch nich aus. UND: sie bleiben zumindest auf ihrer von dir vorgegebenen position! :)

  • Jup!


    Habe ich auch direkt mit den Bolzen zusammen bestellt.


    Am WE soll alles wieder zusammengebaut werden!