Krümmerdichtungen

  • Hallo zusammen,


    Kurze Vorgeschichte zu meinem Trabi:

    • vor ca. 500 km '"neuer" Motor vom Trabant-Service-Döllnitz
    • vor ca. 50 km Trabitronic (einfachste Ausführung) eingebaut

    Schon nach dem Probelauf mit Trabitronic war mein Trabs etwas lauter als sonst. Jetzt, bei der ersten längeren Fahrt mit Trabitronic habe ich mich sehr über das Ergebnis und den runden Motorlauf gefreut, nach einigen Kilometern wurde diese Freude jedoch durch einen immer lauteren Trabi getrübt.


    Also: umdrehen und zurück in die Garage (die Leute drehten sich mittlerweile schon von weitem um ).


    Fehlerdiagnose: Hatte nix mit Trabitronic zu tun, sondern alle 4 Krümmermuttern waren übelst locker, eine hatte sich sogar fast komplett vom Bolzen abgedreht.


    Werde mir jetzt neue Dichtungen bestellen und einbauen, ABER: Soll ich jetzt die Zylinderfussmuttern von meinem neuen Motor lösen, bevor ich den Krümmer festschraube? Ich möchte mir nicht meinen schönen neuen Motor versauen...


    Viele Grüße
    Lars

  • Lass blos deine Zylinder in Ruhe...
    So ein krümmer schraub man fest, fährt ne Weile und zieht dann nochmal nach.
    Auch wenns blöd ist, weil man dazu alles nochmal abbaun muss, aber ohne gehts kaum..



    MfG Björn

  • Eben. Die Zylinder an sich sind ja schon ausgerichtet und da Du ja sicherlich den selben Krümmer wiederverwendest, besteht keine Gefahr, daß Krümmer und Zylinder nicht parallel zueinander stehen könnten. Einfach neue Dichtungen drunter und Muttern bei Gelegenheit nachziehen. Vielleicht so nach 200km...

    sapere aude! incipe! (Horaz)
    (bzw. frei nach F. v. Schiller: "Erdreiste Dich zu denken!")

  • eigentlich ist doch egal ob bei 500 oder 5000 km, es ist höchsten's ne Frage der Gewährleistung. Also wenn der Krümmer von Döllnitz angebaut wurde, würde ich den als erstes Kontaktieren.
    Ohne an ne Gewährleistung zu denken(wenn du dir das leisten möchtest) würde ich die Fussmuttern mit Drehmoment überprüfen, dann oder auch vorher testen ob der Krümmer plan(Haarlineal) und ohne Differenz bei der Montage anliegt.(ohne Dichtungen) Dann einfach Montage mit den Dichtungen durchführen, Drehmoment verwenden oder Erfahrung, weil man hierbei auch schon den Krümmer schrotten kann.
    Ob unbedingt nach 500 km neue dichtungen verwendet werden müssen, ist von einer Beurteilung der Dichtung notwendig. Hier herrscht nicht unbedingt sooo ein Druck, dass es mir soo wichtig wäre, es sei denn, die ist wirklich mechanisch beschädigt.Neu ist natürlich immer die Voraussetzung für optimalste Lösung.
    Macha

  • Frage: Welche Dichtungen hast Du verbaut, und wie alt waren diese?
    Uralte grüne hat´s bei mir schon nach 400 km abgewixt,
    ich probiere daher derzeit mal die metallverstärkte vom Händler aus Zwickau....

  • hatten das gleiche problem mit den krümmerdichtungen jetzt auch bie 2 döllnitzmotoren, liegt aber daran das es keine alten dichtungen sind sondern solche nachbaudinger. meine hat es jetzt aufm weg nach gotha nach längerer volllaststrecke zertan. wenn die dichtung teilweise rausfliegt ist es auch normal das der krümmer locker wird. also gute alte friedensware besorgen und montieren und fertig. an den motoren sonst gibt es nichts zu mäkeln, die laufen wie hanne.an den zylis würde ich quasi nicht rumschrauben. und das der döllnitz bei seiner durchflussrate an motoren irgendwann keine alten dichtungen mehr hat ist ja logisch. übrigens holt man seinen motor beim döllnitz ohne anbauteile, so das die montage derer nicht unter garantie fällt.. ;)


    grüße aus amw

    :thumbsup: Vielen Dank allen Besuchern für unser mehr als gelungenes 7. Ostfahrzeug-, Young- & Oldtimertreffen in Altmittweida :thumbsup:

  • Danke Sandro TTA, genau das hab ich nicht gewusst wie es läuft mit Döllnitz. Also könnte die Ursache(defekt der Dichtung) wirklich im schlechten Grundmaterial zu suchen sein? Da möcht ich wohl noch ne Weile meine Friedesware aufheben.
    Macha

  • Solange die Dichtungen nicht richtig durchgeblasen sind, würde ich die auf keinen Fall wechseln. Daß sich ein Krümmer mit neuen Dichtungen lockert, hat nur einen Grund, nämlich daß sich die Dichtung durch Wärme und Druck gesetzt hat und nicht, daß sich eine Mutter löst. Nachziehen und fertsch. Nimmt man neue, beginnt das Spiel nur von vorn. Ich kenne zwar die neuen Dichtungen nicht, kann mir aber nur vorstellen, daß die nichts taugen (wie fast jede Nachfertigung zur Zeit).

  • Mal wieder ein schönes Beispiel dafür, das wenn man die kleinen aber entscheidenden Tricks nicht kennt, die Teile verteufelt - und ich dachte immer, wir Ostwestfalen seien die, die der Badehose die schuld geben wenn wir nich schwimmen können ;)


    Wie Heckman schon schrieb, die Krümmerdichtungen setzen sich - immer! Also jeweis ein mal, dann Schrauben nachziehen und gut.


    Meiner Erfahrung nach setzen sich die Dichtungen aus DDR Zeiten etwas mehr als Nachfertigungen aus etwas modernerem Dichtungsmaterial (wobei ich bestimmt nicht alle auf dem Markt erhältlichen ausprobiert habe).
    Das hat zur Folge, das sich eben nicht gleich alles auseinanderbaut. Undicht werden die Dinger aber trotzdem. Wenn man die nicht nachzieht (man hört ja nix so extrem als wenn sich die Muttern halb abdrehen) - tja, dann sind sie halt nach ein paar 100 Km durchgeblasen und Schrott.


    Übrigens, "Freidensware" (ich hasse diesen Ausdruck) hält auch nur von zwölf bis Mittag wennman nix nachzieht, die Dichtungen die aus Döllnitz mitkommen hab ich auch drin, nachgezogen und sind nach wie vor 100% dicht...


    Chrom

  • Eben...der Manni kann nichts für die Unfähigkeit derer, die den Krümmer montieren...
    Ich habe auch einen Motor mit Dichtungen von ihm...die halten seit fast 10.000 km...
    Man muss sich halt wirklich die Mühe machen, die Muttern anfänglich nochmal nachzuziehn...


    MfG Björn

  • Damit hier keine Missverständnisse entstehen:


    In keiner Weise suche ich die Schuld bei Manni und seinen Dichtungen, oder Postkugel und seiner MBZA.


    Ich habe beide persönlich kennen lernen dürfen, meinen Motor persönlich bei Manni abgeholt, bin sehr freundlich von Ihm und seiner Frau empfangen worden, Kaffee gabs auch noch, kurzum: Sowohl Manni, als auch Postkugel vertraue ich in Sachen Trabitechnik blind.


    Ich wollte nur etwas weiter ausholen, damit man das Problem besser diagnostizieren kann (was ja auch sehr gut geklappt hat!)


    Ich wusste einfach nicht, dass man die Muttern am Krümmer noch einmal nachziehen muss (bei der Demontage des alten Motors gabs da auch keine Dichtungen!), da ich meine Brötchen im IT-Geschäft verdiene und kein ausgebildeter KfZ-Mechaniker bin.


    Dank Euch bin ich jetzt schlauer, habe mich aber doch für neue Dichtungen entschieden! Diese werde ich am WE montieren, dann ein wenig fahren und die Muttern danach noch einmal nachziehen (alles mit Drehmoment).


    Da mein Trabi ein Schön-Wetter-Fahrzeug ist, bin ich auf Ihn nicht angewiesen, wenn Ihm etwas fehlt, bleibt er schön in der Garage bis es repariert ist.


    Euch allen vielen Dank für Eure Hilfe!
    Lars

  • nur um nochmal was zu den badehosen zu sagen: ich fahre den motor seit nunmehr ca. 15000 km, einige vollaststrecken wie anklam, wischer, gotha u.a. dabei und ihr wollt mir erzählen, das es daran liegt, das ich den krümmer nach ein paar hundert km nicht nochmal nachgezogen habe. ich zweifle stark daran. aber jeder nach seiner facon, ich jedenfalls bin der meinung den alten dichtungen mehr zu vertrauen als den neuen. die waren nämlich total bröcklig und an beiden motoren an der selben stelle. übrigens habe ich in all den jahren die ich trabant fahre noch nie einen krümmer nachziehen müssen...aber jeder macht halt so seine eigenen erfahrungen.... Trabs-OL: nimm dir ne gute mischung aus allen beiträgen und du wirst ein brauchbares ergebnis bekommen... ;)

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  • Da mir das auch schon passiert ist, wollte ich mal fragen nach wie vielen Kilometern man denn ungefähr nachziehen sollte? Reicht eine kurze Runde, so dass der Motor warm ist? Oder setzt sich da noch nix? Wenn man zu lange wartet, sind sie ja wieder durch. :)


    Gruß, Felix

  • aus meiner bisherigen Fahr- und Reparaturpraxis mit Trabant (ca ab 1985) war mir nicht bekannt, dass nach wenigen Kilometern der Krümmer locker würde. Auch ohne Verwendung von Tricks. Deshalb hatte ich versucht zu erfragen, wer den montiert im Falle Döllnitz. Es sollte auch keine Schuldzuweisung werden, sondern einfach nach der Ursache suchen. Da andere ebenfalls ähnliche Erfahrungen geschildert hatten, kanns eben an der Methode oder am Material liegen. Wie gesagt, ich selbst habe nicht erst einmal den Krümmer mit neuen Dichtungen montiert (an unterschiedlichen Trabsern). Da war dann auch nach mehr als 1000 km alles fest und dicht. Weil ich immer noch genug Dichtungen aus IFA Zeit habe, dachte ich. So war eben die Vermutung, es könnte ein Materialproblem sein, naheliegend. Und der nicht so gern verwendete Begriff für das gelagerte Material war nicht gedacht, damit jemanden zu verärgern. Den hatte meine Oma schon verwendet, wenn sie ausdrücken wollte, dass es sich um Dinge aus der Nichtjetztzeit handelt.
    Macha

  • Es sagt ja keiner, daß sich die Krümmer reihenweise lockern. Aber feuchte Flansche sind nicht selten und nachziehen reicht in der Regel. Und da liegt es nicht an sich lösenden Muttern, sondern daß die Dichtungen gesetzt sind.
    Bei mir haben sich neu montierte Krümmer auch nicht sofort gelockert, das kann auch noch nach 50.000km passieren (eher der Kugelflansch zum VSD).
    Ist wie mit den Kopfdichtungen, es kann, muß aber nicht ;)
    Vielleicht wurden ja bei Trabs-OL die Muttern zu lasch angezogen.
    Alles nur eigene Erfahrung und kein Breitenergebnis :)

  • ich habe einen HALS bis nach Meppen....


    Ich habe heute die neuen Krümmerdichtungen verbaut und da ich alles richtig machen wollte, habe ich die Krümmermuttern zum Zylinder mit dem Drehmomentschlüssel bei 25 Nm angezogen:


    Ergebnis: 3 von 4 Stehbolzen sind Schrott... und zwar dort, wo normalerweise die Mutter sitzt.


    Wie bekomme ich den Bolzen denn nun aus dem Zylinder?


    Mit einer Zange hatte ich keinen Erfolg, mit der Metallsäge habe ich in einen Bolzen mal einen Schlitz für einen großen Schraubendreher gesägt, doch auch das klappte nicht.


    Bin für Eure Hilfe dankbar!
    Lars

  • Da gibt es dreierlei ^^


    1.Du verwendest einfach 2 Muttern die du auf dem Stehbolzen gegeneinander konterst. Dann drehst du mit diesen beiden Muttern denn Bolzen linksherun raus.


    2.Sollte erstens nicht funktionieren besorg dir eine Vernünftige Zange ;)


    3. Wenn der Bolzen immer noch fest sitzt dreh eine Mutter rauf und hefte bzw. schweiß sie an dem Bolzen an, das sollte dann halten




    Viel Erfolg!!!

  • 1. dürfte wohl nicht gehen, wenn kein Gewinde mehr da ist... 2. kann ich mir bei einem richtig festgeknallten (oder festoxidierten) Stehbolzen auch nicht wirklich vorstellen - was soll das für eine Zange sein.
    Am besten dürfte wohl 3. gehen. Oder mangels Schweißgerät ausbohren oder flachfeilen und mit Maulschlüssel probieren, aber letzteres klappt auch nur seeehr selten und bei so dünnen (M8) Bolzen wohl eher auch nicht.

    sapere aude! incipe! (Horaz)
    (bzw. frei nach F. v. Schiller: "Erdreiste Dich zu denken!")

  • Mit einer Wasserpumpenzange oder mit einer Feststellzange könnte man glück haben, allerdings helfen 5€ Baumarktzangen meißt nicht wirklich bei sowas, da sie meißt nicht genügend "Grip" aufbringen bzw. Stumpf sind ;)

  • trabs-ol :? gleich drei ??? (bei 25nm)
    sind die stehbolzen original? weil sonst geben da ehr ausgeglüte baumarktmuttern die funktion auf(und das gewinde bleibt auf den bolzen/die mutter steckt fest)
    p.s. wieso gleich drei,weil einer ist doch schon arbeit ?