Kupplung oder Motor fest?????????

  • Hallo Leute


    heute habsch mal eine frage und zwar:


    Hab mir nen Trabi angeschaut der schon mehrere Jahre unter einem Carport steht ( ich glaube 10 Jahre ). Man kann Ihn nicht näher anschauen ,weil rundherum viel Unrat liegt ,aber den Motorraum haben wir erreicht. Jetzt wollten wir schauen ob der Motor noch dreht aber dieser lies sich nicht am Lüfterrad drehen. Also kurze Hand Keilriemen weg um sicher zugehen das das Lüfterrad i.O. ist.
    Jetzt meine Frage : Ist es möglich das durch das lange stehen die Kupplung verklebt ist und deshalb nicht mehr dreht????? Stand nämlich auch mit eingelegtem 1. Gang die letzten 10 Jahre.
    Wenn der Motor fest wäre , wäre es dann möglich das das ganze nur grob verklebt ist evtl nur die Kolbenringe mit den Zylindern und würdet Ihr denn den Motor zum regenerieren schaffen oder selber versuchen ihn gangbar zu bekommen? Hat das schonmal jemand Erfahrungen damit? Lt. Besitzer ist das Auto auch immer bis zum schluß mit Bleiersatz gefahren. Der komplette Trabi ist BJ 90 und hat Orignal 1420 Km auf der Uhr und ist auch der Orig. Motor drin. Deshalb glaube ich nur verklebt.
    Könnte das vielleicht jemand auf Grund Erfahrungen auch bestätigen?


    Als Hinweis dafür könnte man vielleicht auch noch den Tank nennen, denn der geht nicht mehr auf. Könnte man auch als verklebt bezeichnen vielleicht .



    Ich wäre euch sehr dankbar wenn mir jemand da weiter helfen könnte.



    MfG Stahlmann :winker:

    Vier Takte sind zwei zu viel !!!
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    Edited once, last by Stahlmann ().

  • Selbst wenn ein Gang eingelegt ist, müste sich der Motor, wenn er den frei ist, ein paar Millimeter hörbar bewegen.
    Wenn er aber quasi sich nicht einen mm bewegt, dann ist es fest. Was fest ist, ist relativ schwer zu sagen. Kann ein Wellenlager sein, können Kolben Zylinder sein.....oder oder.


    Da hilft nur aufmachen nachsehen. Wenn die Zeit da ist vielleicht mal WD 40 in die Zündkerzenöffnung und in das Vergaserknie sprühen. Dann über Nacht stehen lassen. Kann helfen, muß aber nicht. Oder mit eingelegtem 3. oder 4. Gang mal versuchen ein paar Meter zu schieben.

  • Also der Motor bewegt sich keinen einzigen mm. Nichtmal ein bissl Spiel.


    Nehmen wir mal an die Kupplung sei verklebt und der Motor ist im Leerlauf. Könnte man ihn dann noch drehen? Ich hoffe nämlich immernoch das dort nur die Kupplung verklebt ist.


    Ok und dann gehen wir mal vom hässlichen Fall aus. Benzin/Öl ist verharzt deswegen Motor fest. Wäre es dann fahrlässig den Motor selber zum laufen zu bringen indem man ihn mit WD40 flutet? Ich mein wenn die Nadellager verharzt sind wäre das ja der Supergau wenn man die nicht wechselt und den Motor startet. Oder nicht?


    Was würdet ihr mit einem verklebten Motor machen?

  • Wenn du die Ahnung hast zerlegen,reinigen,prüfen,zusammenbauen mit selbstverstädnlich neuen dichtungen und sich dann freuen über den pappmann :grinsi:

  • Genau: Kriechöl über die Kerzenöffnungen einfüllen und erst mal ein paar Stunden einwirken lassen. Bei an der Zylinderlaufbahn angerosteten Kolbenringen sehr lösungsunterstützend wirkt auch das Erhitzen der Zylinder, z.B. mit einer Lötlampe. Wenn sich der Motor auch damit noch nicht löst: Zylinderköpfe abbauen und mit einem Hammer und zwischengelegten Holzklötzen versuchen die Kolben zu lösen. Wenn der Motor nicht gerade jahrelang unter Wasser gelagert wurde, klappt das eigentlich immer.


    Schwierig zu beurteilen sind Korrosionsspuren in der Zylinderlaufbahn, wie sie manchmal nach langen Standzeiten ohne ausreichende Konservierung zwischen (Alu-)Kolben und (Stahl-)Zylinder entstehen. Der Motor meiner alten Honda CB-50 hat z.B. so einen netten Lochfraß(!) etwa mittig in der Zylinderlaufbahn an einer Seite. Erstaunlicherweise blieb dieser Schaden bisher völlig unauffällig im Betrieb. Nicht mal der Ölverbrauch ist erhöht. Im Zweifelsfall kann man einen Versuch wagen, solche Schadstellen mit geöltem 600er Schleifpapier zu glätten. Schlimmer macht man's dadurch jedenfalls nicht.


    Wenn die Lager fest sind, hilft nur eine Regenerierung, denn Lager mit Korrosionsspuren in der Lauffläche zerspanen sich naturgemäß sehr schnell. Die Folgeschäden durch ausgetretene Kugeln und/oder Stahlspäne sind dann schnell teurer als eine Kurbelwellen-Regenerierung.


    Grüße, Tom

  • Quote

    Ok und dann gehen wir mal vom hässlichen Fall aus. Benzin/Öl ist verharzt deswegen Motor fest


    Der wohl häßlichere Fall ist,das der Motor festgerostet ist!
    Warum macht man sich eigendlich immer erst um den Motor Sorgen?Nach 10 jahren Standzeit im Freien sind noch ganz andere Baugruppen Schrott.Stichwort Bremsanlage und Radaufhängung.
    Ich würde den Motor so nicht fahren wollen.Zerlegen oder besser zerlegen lassen und sich über vielleicht regenerierungsfähige Teile freuen. :winker:
    tom
    Wenn die Lager speziell untere Pleulager gerostet haben,brauchst Du nichts mehr regenerieren,dann ist es zu spät!

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    Edited once, last by Fg601 ().

  • Du meinst, weil dann die Hubzapfen durch Rostnarben beschädigt sind? Stimmt, das wäre unangenehm. Aber was soll's? Wenn's da erst gerostet hat, dann isses eben zu spät.


    Grüße, Tom

  • blei-ersatz???


    meie erfarungen mit dem zeug halen sich in überschaubaren grenzen da ichs beim 2t für quatsch halte(brauchen alte 4t zum abdichten der ventile,die ventile beim 2t sind da die kolben).


    aber blei im benzin war grundsetzlich nur ätzend(auch saurer regen) und hatte schmirgelwirkung.