Sparvergaser regenerieren

  • Mal eine prinzipielle Frage: Mein Plan wäre es, einen kompletten Vergaser auf Reserve zu lagern. Dazu würde ich mir jetzt einen Vergaser besorgen, der halbwegs gut in Schuss ist, ihn reinigen, mit den handelsüblichen Düsenreparatursätzen alle Düsen tauschen und - so fern das erforderlich scheint, auch einen neuen Schwimmer einbauen.


    Prinzipielle Frage: Erfordert ein solcher Düsenaustausch irgend welche Einstellarbeiten an LL-/Umgemischschraube oder kann ich davon ausgehen, dass der mit neuen Düsen zumindest genau so gut/schlecht läuft wie vorher?

  • Wenn das irgendwie wie regeneriert sein soll,sollte der Vergaser an einem gebrauchsfähigen Motor auch eingestellt werden.Dazu gehört auch die richtige Einstellung der UGS und der LGS.

    Biete Serienmotoren, Sportmotoren, Rennmotoren, Sport-VSD, Vergaserumbauten, Regenerierung Drehschieberflächen, Gehäusereparaturen, Aluschweißen, Sandstrahlen mit verschied.Material auf Anfrage

  • ich möchte mal das Thema wiederbeleben, weil ich bei der Suche im Netz nicht wirklich weiter komme.

    Man kann bei den gängigen Anbietern von Trabantteilen lesen, dass die angebotenen regenerierten Vergaser von einer deutschen Fachwerkstatt regeneriert wurden.

    Nun möchte ich gern meinen Sparvergaser regenerieren lassen und auch genau den wieder in meinen Trabant einbauen. Wo finde ich denn eine Fachwerkstatt die Ahnung vom Sparvergaser hat und auch die Grundeinstellung nach Probelauf vornehmen kann?

    Ich möchte nichts billiges sondern eine wirklich gute, hochwertige Arbeit.

  • Ich würde es selber machen, dann weißt du genau was für Teile und welche Qualität du verbaut hast. Auch ich als Anfänger habe es hinbekommen und ich empfand das jetzt nicht als unlösbare Aufgabe. Von Chris06 gibts dazu eine super Anleitung im Netz. Da dein Trabi im Gegensatz zu meinem wohl ASU pflichtig ist, würde ich an deiner Stelle die Einstellung des Leerlaufgemisches in einer Fachwerkstatt machen lassen, zwecks Einhaltung der CO Grenzwerte für die HU. Kostet denke ich kein Vermögen und du fährst sicher günstiger und sicherer als wenn du einen kaufst (wer weiß ob dein Vekräufer den CO-Wert nicht nach der Pi-Mal-Daumen Methode einstellt).

  • der Sparvergaser ist schon etwas kompakter und komplizierter... bestimmte Dinge sollte man nicht unbedingt selber machen. Dafür gibt es Profis. Und mal ganz ehrlich, welche normale Werkstatt heute, kann einen Sparvergaser richtig einstellen oder hat gar einen Prüfstand um das vorzunehmen? Es gibt mit Sicherheit Profis, die sich damit auskennen und ihr Handwerk beherrschen. Egal ob Trabantwelt, Danzer, LDM und die anderen Anbieter, alle beziehen ja irgendwo her die regenerierten Vergaser. Und eben so einen Fachbetrieb suche ich.

  • Naja jeder wie er meint. Schon mal versucht bei Trabantwelt anzurufen? Die sind da wirklich echt nett und hilfsbereit. Und ich meine der hat mir mal gesagt, dass die die Vergaser selber regenerieren, als ich auf der Suche nach einer Dichtscheibe für die Arretierschraube des Anreicherungsstößel war.

  • Welche hochkomplizierten Einstellungen sind am H1-1 denn vorzunehmen?


    Und gerade den CO-Gehalt würde ich an genau dem Motor einstellen, an dem der Vergaser hängt.



    Gruß

    Benjamin

    Fährt und schraubt gern IFA *Simson S50B1* *Schwalbe KR51/1* *Trabant 601 LX '88* :love: 

  • Du kannst dich auch einfach mal an Hegau wenden. Der hat das auch drauf. Ich zumindest bin zufrieden mit seiner Arbeit.

  • Grundeinstellung ist relativ......... wenn der Motor nicht mehr dolle ist, kann der regenerierte Vergaser noch so gut grundeingestellt sein......


    Egal wie der Vergaser (vor)eingestellt wird, er muß immer am laufenden Motor eingestellt werden. Und ob da nun eine bestimmte Schraube vorher 3 oder 4 Umdrehungen rausgedreht wurde spielt dabei überhaupt keine Rolle.

  • Ich habe mal eine Frage zum Sparvergaser. Und zwar zur Startstellung der Drosselklappe: Diese muss ja bei geschlossener Starterklappe 0,6 mm offen sein. Alles klar. Habe ich eingestellt. Jetzt ist es nur so, dass der Starterhebel ja noch weiter gezogen werden kann und sich sich die Drosselklappe noch weiter öffnet. Ist mit geschlossener Starterklappe der Zeitpunkt gemeint, in dem die Starterklappe just in dem Moment geschlossen ist oder wenn der Starterhebel vollständig gezogen ist?

  • Okay, vielen Dank! Zum Einstellen des Versagers ihn anbauen, LS und UGS jeweils 2 Umdrehungen raus und dann die LS soweit raus bis die höchste Drehzahl erreicht ist und dann mit der UGS wieder abregulieren ne? Dichtungen sind alle getauscht und Vergaser gereinigt

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Malte601 ()

  • Moin,


    Diese muss ja bei geschlossener Starterklappe 0,6 mm offen sein.

    Die 0,6mm stimmen meines Wissens nach aber nur wenn du einen Hycomat fährst und das alte Ansaugknie (vor 12/85 mit dem kurzen Chokehebel) am Vergaser hast. Es gelten folgende Werte:


    0,9-1,1mm alter Ansaugkrümmer (Normal)

    0,5-0,7mm alter Ansaugkrümmer (Hycomat)

    0,8-1,0mm neuer Ansaugkrümmer (Normal und Hycomat)


    Die Literatur (SRI, Whims, etc.) ist da leider sehr verwirrend und hat unterschiedliche Werte rausgegeben. Ich habe mir vor einiger Zeit die Mühe gemacht und bin die SRIs chronologisch durchgegangen und habe daraus diese Werte rekonstruiert. Teilweise wurden die Angaben in späteren Ausgaben korrigiert oder konkret erklärt, dass sie für das eine oder andere Vergaserknie gelten. Daraus ließen sich dann am Ende eindeutig die von mir genannten Werte zuordnen.

    Einstellen des Versagers ihn anbauen, LS und UGS jeweils 2 Umdrehungen raus und dann die LS soweit raus bis die höchste Drehzahl erreicht ist und dann mit der UGS wieder abregulieren ne?

    Diese Variante kenne ich nicht - muss aber nix heißen. :)

    Viel Erfolg! Felix

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von FelixBRB ()

  • Das ist eine Standardeinstellmethode und funktioniert, Geschick und Gehör vorausgesetzt, immer. Ist wie mit eine Tasse Reis, zwei Tassen Wasser...geht auch immer.