Achsstumpfmutter lösen

  • Hallo,


    habe seit einem Jahr ein Trabant Kombi Bj. 87. Vorher habe ich schon an Simsons geschraubt/restauriert. Da ich in 2 Monaten 18 werde soll der Trabant nun mal langsam zum Tüv. Ich habe das Komplettpacket für die Bremsanlage gekauft, weil diese fast nur noch aus Rostbröseln bestandt. Hinterachse habe ich schon ausgebaut, lackiert und komplett neue Bremsteile verbaut, das gleiche soll jetzt auch mit der Vorderachse passieren.Mein Problem ist nur, dass ich die Achsstumpfmutter nicht gelöst bekomme. Ich habe die Bolzen schon mit einer Stange, die sich auf dem Boden abstützt gekontert, doch trotz Rostlöser, und Hebelarm auf dem Schlüssel bekomme ich die Muttern nicht gelöst(auf beiden Seiten). Könnt ihr mir Tipps geben, wie ich die Achsstumpfmutter gelöst bekomme? Schon vorab vielen Dank,


    René


    http://rapidshare.com/files/206424045/DSCN3371.JPG.html

  • Schlagschrauber, oder Räder wieder dran, hinstellen und richtig Verlängerung ran. Was will man sonst machen? :zwinkerer:
    Für die Zukunft, wenn man Bremsen machen will, löst man zuallererst die Achsmutter bevor man nur an den Wagenheber denkt. :zwinkerer:

  • Hallo,
    danke für deine schnelle Antwort, das mit den Rädern dranlassen hatte ich auch schon probiert, die haben sich aber nur mitgedreht. Und der schlagschrauber packt es leider auch nicht. Ich werde es weiterhin irgendwie versuchen die dinger runterzubekommen.


    MfG René

  • Hallo,


    damit die Räder sich nicht mitdrehen, muß man das Verlängerungsrohr links vom Rad ansetzen und zum lösen nach unten drücken. Setzt man es rechts an und zieht nach oben, drehen sich die Räder - wie sollte es anders sein - mit.


    Viel Erfolg! Die Lösung solcher Probleme sind das tägliche Brot des Mechanikers. Man gewöhnt sich mit der Zeit daran, es ständig mit irgendwelchen Katastrophenschrauben zu tun zu haben. :grinser:


    Grüße, Tom

  • Hallöchen :winker:


    In ganz schwierigen Fällen hilts manchmal die Mutter versuchen in Richtung fest weiterzudrehen oder leicht anzuwärmen. Bei mir war es mal so das ich die Mutter nur mit Hammer und Meisel locker bekam, dadurch ist sie zwar hin aber sie war ab. Probiere es mal, und berichte uns von deinen Erfolgen.


    mvG Maddin

    Definition Hobby : Mit einem Maximum an Aufwand, ein Minimum an Nutzen schaffen :)

  • Auf eigene Achse / Räder Stellen
    Rostlöser / und wenn das nicht hilft mit dem kleinen Bunsenbrenner (der mit den Gaskartuschen) Mutter warm machen
    Vor das zu lösende Rad Stein, ober besser Bremsklotz oder einen Keil, so dass sich das Rad beim Anziehen festkeilt
    ordentliche Verlängerung ran und es klappt, auch wenn es dauert und man am verzweifeln ist und es manchmal Tage dauert..

  • Ein hilfreicher Fuß auf der Bremse sollte das Drehen auch verhindern. :zwinkerer:

    Herr gib Regen und Sonnenschein, für Reuß - Greiz, Schleiz und Lobenstein,
    und woll'n die annern auch was haam, so soll'n 'se es dir selber saa'n!

  • Hallo,


    Nochmal vielen Dank für eure Antworten. Hauptbremszylinder ist draussen, deswegen gar keine Bremse außer Handbremse. Ich muss noch warten bis mein Vater nach hause komm. Ich habe das Rad ohne Kappe wieder montiert, und möchte dann mal versuchen einen Schlüssel mit Verlängerung auf dem Boden aufsezten zu lassen, und dann vorsichtig loszufahren. Könnte das klappen? Oder beschädige ich dann irgendwas? (Wir haben eine leichte Steigung im Hof, vielleicht schafft man es mit rollen/schieben auch schon)


    René

  • Das lass mal lieber sein! Da fliegt Dir nur der Schlüssel samt Verlängerungsrohr in die Wildnis und trifft mit etwas Pech die S-Klasse des Nachbarn... Die Mutter lässt sich mit einer passenden Nuss, einem Knebel und einem Rohr von wenigstens 1m Länge mit Sicherheit lösen, auch wenn sie verschärft angegammelt ist. Ansonsten mach es so, wie die Kollegen es empfohlen haben: Heiß machen und/oder abmeisseln bzw. abflexen. Ab kriegt man eigentlich alles. Dann sind die Lager natürlich austauschreif.


    Grüße, Tom

  • Das gleiche Problem hatte ich auch. Probiere doch einfach den Trabi abzubocken. Dann eine Nuss und ein Knebel drauf und ein langes Rohr als Verlängerung (nach links im ca. 90° Winkel) dann stellste dich auf das Rohr und wippst ordentlich dann geht die auf glaub mir :zwinkerer: :top: Achja und Vorsicht, es kann sein dass du abschnappst wenn die sich löst.
    @TomR: Schade du warst schneller

    Ohne Arbeit früh bis spät,
    wird dir nichts geraten,
    der Neider sieht das Blumenbeet,
    aber nicht den Spaten!

    Edited once, last by Marsiator ().

  • Marsiator : Oooch, wenn ich gewusst hätte daß Du was dazu schreiben willst, dann hätt' ich noch gewartet... :winker:


    Grüße, Tom

  • Das kenn ich auch ... :augendreh:


    Unsere Lösung: Eine Schrottfelge ohne Reifen hochkannt mit einem Flacheisen verschweißen, welches dann auf dem Boden liegend das durchdrehen verhindert, dann dreht sich das Rad schonmal nicht mit. Dann ... nen Eigenbauringschlüssel mit gut 2m Rohr drann. Dann noch etwas "Gefühl" und schon gehts. :top:


    Ich verstehs auch nicht, wieso die Mutter so fest sitzt - sooo dolle wird die doch gar nicht angezogen. Naja, unsere war wohl festgerostet und gut angezogen gewesen. :zwinkerer: :grinser:

  • Hallo,


    Muttern sind lose!!!!! :freude:


    2 Stunden einwirkzeit(Rostlöser), plus eine Gaskatusche von Nachbar(der mit der S-Klasse, ich habe ihn einfach auf die Folgen hingewiesen :lach: ...), dann haben sie sich mit einem beherzten Schlag mittels Vorschlaghammer auf einen Ringschüssel gelöst. Danke an alle für eure Tipps! Ich muss noch ein großes Lob an das Forum aussprechen, und vor allem an die User. Trotz meines Alters, kamen hier nur höfliche und ernstgemeinte Tipps. Das kenn ich von anderen Foren anders! Schönen Abend noch,


    René

  • Ich verstehs auch nicht, wieso die Mutter so fest sitzt - sooo dolle wird die doch gar nicht angezogen.


    Wenn sie damit

    Dann ... nen Eigenbauringschlüssel mit gut 2m Rohr drann.


    angezogen wurde wundert mich gar nix! :lach:

    Herr gib Regen und Sonnenschein, für Reuß - Greiz, Schleiz und Lobenstein,
    und woll'n die annern auch was haam, so soll'n 'se es dir selber saa'n!

  • Sasch
    Ach, du hast ja keen Ahnung nich ... :zungeaus: :zwinkerer: :grinser:


    Das "betroffene" Triebwerk wurde als "regeneriert" in der Bucht gekauft und wie sich herausstellte ist es tatsächlich mal in einer Bucht geschwommen - die Bremsanlage war total ver- und festgerostet, von außen natürlich schön mit Farbe aufgehübscht. Mehr brauch ich wohl nicht sagen? Und ein Drehmomentschlüssel incl. Drehmomenttabelle im [lexicon]WHIMS[/lexicon] sollte auch jeder Schrauber zu liegen haben.


    Hier mal noch die Felge zum "gegenhalten":


    ... ist auch ne prima Wegfahrsperre für Laternenparker - sollte ich mir patentieren lassen ... :lach: :top:

  • Das Ding ist sehr gut, nur schade, daß da scheinbar eine Felge mit "großen Augen" dran glauben mußte (selten).
    Übrigens, kleiner Tip. Wenn ich die Achsmutter ab habe, dann zieh ich auch am Fahrzeug noch die Bremstrommel ab, denn das Auto ist der beste Gegenhalter. Das geht bei mir gut, da das Auto auf der Hebebühne steht und horizontal nicht mehr bewegt werden muß. Ich hatte schon Achsen, die waren ausgebaut und die Achsmuttern und später die Radnabe gingen im Schraubstock nicht runter. Mit Wärme wäre ich bei der Achsmutter vorsichtig da der Achsstumpf eventuell Schaden nehmen könnte. Hilfreich kann da schon Vereisungsspray sein.
    Gruß Jürgen :winker:

  • Otto

    Quote

    Dann ... nen Eigenbauringschlüssel mit gut 2m Rohr drann. Dann noch etwas "Gefühl" und schon gehts.


    Diese Muttis habe ich gelöst mit dem Mega Eigenbauschlüssel :meckerkop:


    jürgen  
    die Bremstrommel war innen sowas von verrostet das die kaum vom den Backen herunter kam.
    Nur der Einsatz grober Gewalt (gezielte Schläge mit dem Fäustel) half um die Trommel zu enfernen dabei rieselte der Rost nur so heraus :augendreh:




    oldtimerfreund

    Ein Oldtimer ist wie die Freundin Deines besten Freundes, Du kannst Sie ansehen, ja bewundern aber bitte nicht berühren!

  • die Bremstrommel war innen sowas von verrostet das die kaum vom den Backen herunter kam.
    Nur der Einsatz grober Gewalt (gezielte Schläge mit dem Fäustel) half um die Trommel zu enfernen dabei rieselte der Rost nur so heraus


    Hatte ich auch mal bei allen 4 Trommeln...


    War wie mit getretener Bremse festgegammelt!
    Haben den 4 mal um die Halle gezogen, bis bei dem Citroen die Kupplung gestunken hat!
    (War ja nicht meiner! :grinser: )
    Beim Abziehen der Trommel hab ich dann noch eine Nabe verbogen...Denn das mit dem Hammer ging nict!
    Hölle!!!

    !!!6Volt,Unterbrecher,Scharniergelenke!!!



    ...und mattschwarz gerollt