Bild des Tages

  • Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie z.B. die diversen Ostberliner Kameraden bei der Armee seinerzeit herablassend von "Zonendödeln" sprachen, wwnn sie Umlandbewohner meinten. "Herz und Schnauze" in Reinkultur also....;)

  • Ein Pur Lenkrad in einer anderen Farbe als schwarz hab ich noch nie gesehen.

  • Moin,

    also was nach Berlin ging, war schon heftig, die paar Tage was ich noch in der DDR fahren durfte nach meiner Lehrzeit, hat mich einige mal groß aufgestossen, Ein Beispiel, habe in den Überseehafen Orangen geladen, meine ned die Kubanischen, die waren laut Fachbrief für Leipzig und Dresden bestimmt, aber in der Kraftverkehr Rostock gab es dann sofort ein anderen Fachbrief, dann wurden die ganze Ladung nach Berlin geleitet. Muß sich bestimmt einer in Berlin uufgeregt haben, weil es nur (vllt.) die kubanischen gab, weil ich dann en vollen LkW hatte mit kubanischen, die ich dann nach Leipzig und Dresden geschafft habe.

    Auch wenn man sich da mit den Alten darüber unterhält, kam immer die Antwort, ersten Export, dann Berlin, dies bis zum drittenmal, danach kam der Rest dran und das habe ich öfters erlebt, die Lager in Berlin waren immer voll, was im Restteil nicht immer so war. Gruß

    Scheiß auf Fridays for Future, ich fahre 1:508o

    ;( Hat der Schlosser gefuscht, wird`s mit Farbe übertuscht 8o

  • Hauptstadtversorgung!

    ... an die will komischerweise von den damaligen Ostberlinern niemand erinnert werden.


    "Und kommt der Sachse nach Berlin, da könn'se ihn nicht leiden, da woll'ns ihm eine drüberziehn, da wolln'se mit ihm streiten ..."

  • Also ich weiß das es in Berlin besser war. Ich bin da geboren und aufgewachsen. Und Vadda hat auch immer gesagt das wir es hier besser haben als im Rest der Republik. Und sein Vater, was mein Opa war, war einer von diesen roten Socken, die als Parteisekretär von Halle nach Berlin gezogen sind.

  • Meine Großmutter hat es immerhin als Schweißerin von der Neptunwerft bis ins Sekretariat des ZK geschafft - im Schlepptau eines Parteisekretärs.


    Wenn Sie noch leben würde und erzählen könnte - da wären bestimmt interessante Anekdoten dabei.


    PS: Pflichtmitbringsel: Kakao im Tetraeder, Joghurt in der Rahmbutterschachtel (nur im Winter) und eine Besuch bei Zeuke und Wegwerth und / oder IFA Teilehandel.

  • Diese 'Hauptstadtversorgung' ist historisch zu erklären. Nach dem 17. Juni 1953 galt es die Menschenmasse in Bln ruhig zu halten. Die Montagsdemos waren dann auch in Lpz.

  • Diese Ansicht teile ich nicht!. Da mußte man niemand ruhig halten. Es war schlicht und ergreifend das Ausgängeschild für die DDR. In Berlin wollte man der Welt zeigen wie toll das alles funktioniert mit Sozialismus und so. Ganz einfach........


    Meine Oma war Dolmetscher für div. Länder und hat die Deligationen durch Berlin begleitet. Und die sind nie über die Stadtgrenze gefahren um irgendwas zu zeigen. Sie hat immer erzählt, sie hätte denen gerne mal den im Vergleich zur vollen Berliner Kaufhalle leeren Konsum in ihrem an Berlin angrenzenden Wohnort Schulzendorf gezeigt........


    Das man mit guter Versorgung die Masse ruhig hält war eher Mittel zum Zweck, ab ganz sicher nicht die beabsichtigte Intention.

  • Dann war mein Lehrer damals wohl auch ein Besserwessi. Tja, im Nachhinein...


    Wenn wir aber doch von vortäuschen reden: Stimmt es das entlang den Weg zwischen Wandlitz und Berlin vor allem Gewächse wuchsen, die zwar optisch toll aussahen, dagegen weniger Nahrungswert hatten? Daß auch Erich so veräppelt wurde? Ich habe mal so 'ne Geschichte gehört.

  • Es gab vieles was man dem Erich vorgetäuscht hat......

    Ich kann mich an die 3 Millionste Wohnung in Hohenschönhausen erinnern........Telefon, feinste Möbel, Spielzeug und und und........



    Ob der tatsächlich dann gedacht hat wir leben alle so.......:/ wir werden es nie erfahren.....

  • Und die dreimillionste soll es wohl auch nicht gewesen sein.

    Siehe auch die Fassaden auf den Protokollstrecken, alles hübsch angestrichen und dahinter Verwahrlosung.

  • Ich war in Winter 93/94 auf 'ne Fete in einer Finnenhütte in der Nähe von Wandlitz. Wir sind an nächsten Tag auch mal 'ne Runde durch die Waldsiedlung gegangen und die Häuser kamen mir irgendwie noch recht bescheiden vor. Vielleicht war ich in die falschen Gassen oder hatte ich zu sehr Protzvillen erwartet?

  • Heute würde man sagen: eine gut ausgestattete Facharbeiterwohnung in der BRD der 80er Jahre....

  • Dass zu DDR - Zeiten die Sachsen in Berlin nicht gern gesehen waren

    ist ja bekannt.

    Das dürfte aber auch dem speziellen Gehabe des Genossen Walter Ulbricht

    geschuldet gewesen sein.


    Der steckt auch heute noch im Unterbewußtsein vieler Westdeutscher.

    Wobei ja auch heute noch in den einschlägigen Medien "Ossi" mit " Sachse"

    gleichgesetzt wird.


    Was früher die Sachsen in Berlin waren, sollen heute übrigens die Schwaben sein.;)

    Deren Dialekt find ich auch sehr speziell.

    Mir ist da ein Fall bekannt, wie aus einer Astrid "Aschtrittle" wurde.

    Nun Gut - das " R " fehlte ,aber sonst klang es wie .........

    Das hat letztlich zum Umzug der Betreffenden in den Norden des Landes

    geführt.:)


    Ich kann mich eigentlich über die Sachsen nicht beklagen !


    Aber ernsthaft : " Es gibt eben überall solche und solche. "