Motorwäsche für den TÜV und Probleme bei der AU

    • Motorwäsche für den TÜV und Probleme bei der AU

      Hallo zusammen :)

      ich war letzten Samstag beim TÜV zur HU und AU. Der Prüfer hat mir angekreidet, dass sich an meinem Trabant 601 zu viel Öl an Motor und Getriebe befindet (ziemlich untypisch für einen Trabbi :D ). Ich habe jetzt einen neuen Dichtungssatz für Vergaser, Zylinderfuß und Zylinderkopfdichtung besorgt und werde die neuen Dichtungen einbauen. Danach möchte ich den Motor gerne bei dem Waschpark um die Ecke säubern. Das Ok des Waschparks habe ich mir schon eingeholt. Die haben einen Ölabscheider verbaut und eine Motorwäsche ist somit gestattet. Ich habe jedoch Zweifel ob Komponenten wie Anlasser und Lichtmaschine diese Reinigung schadlos überstehen.

      Meine Frage:
      Habt ihr bereits Motorwäschen an euren Pappen durchgeführt? Wenn ja wie und worauf muss ich achten?
      Was für Erfahrungen habt ihr mit den elektronischen Bauteilen gesammelt?(Anlasser evtl. mit Frischhaltefolie einwickeln während der Reinigung?)

      Ihr könnt mich ja mal wissen lassen was ihr von der Reinigung haltet. (Ich selbst würde den Motor nicht reinigen, muss es jedoch für den TÜV Prüfer machen :thumbdown: )

      Achso noch eine Sache: DIe AU war durch den TÜV nicht möglich da der CO Wert <4% war und die TÜV Geräte somit nicht genutzt werden konnten. Der TÜV Prüfer hat gesagt es liegt an einer neuen Software und ich soll die AU über eine Werkstatt machen lassen, da die Software des TÜVs erst ab einem CO Wert von 4% anfängt zu messen. Hattet ihr das Problem auch schonmal in letzter Zeit? Bzw. wie komme ich jetzt am besten an den Wisch für die AU?

      Liebe Grüße und schonmal danke für eure Hilfe!
    • Hmm, kann sich ja nur um Verölungen unter dem Motor-/Getriebeblock handeln. Warum willst Du gleich die ZK abbauen? Oder gibts Indikationen, dass da was undicht ist? ZB im Fahrverhalten? Oder gibts Undichtigkeiten im Getriebe? Sift der Vergaser, hilft meistens nicht nur der Dichtungsersatz. Da sollten auch Schwimmerstand und Zustand Nadelventil und der weiteren Düsen überprüft werden.

      Aber für einen vernünftigen Rat sind Deine Infos zu ungenau. Ich lege mich vor einem HU-Termin unter Motor und Getriebe und mach alles vor allem trocken und grob sauber. Für eine Motorwäsche ist der Trabantmotor weniger geeignet, vor allem im eingebauten Zustand. Da ist dann doch das Lüftergehäuse etwas im Weg.

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    • Hallo,

      danke für deine schnelle Antwort. Im Fahrverhalten merke ich soweit nichts, jedoch ist es schon eine größere Menge an Öl. Die scheint jedoch vom Motor zu kommen. Das Getriebe ist dicht. Ja den Vergaser werde ich komplett überholen (inkl. neue Düsen und Schwimmer) wenn ich ihn schonmal in der Hand habe. Der Vergaser ist ziemlich versifft, da ist es wirklich von Nöten.

      Also bist du der Meinung das eine Motorreinigung im eingebauten Zustand schwierig ist? Es geht mir im Endeffekt nur darum, das alles wieder dicht ist und der Prüfer mir die Plakette gibt.

      Ich könnte sobald ich nach Hause komme einige Fotos schießen die es vielleicht deutlicher machen. :)
    • TrabiTimo schrieb:



      Achso noch eine Sache: DIe AU war durch den TÜV nicht möglich da der CO Wert <4% war und die TÜV Geräte somit nicht genutzt werden konnten. Der TÜV Prüfer hat gesagt es liegt an einer neuen Software und ich soll die AU über eine Werkstatt machen lassen, da die Software des TÜVs erst ab einem CO Wert von 4% anfängt zu messen. Hattet ihr das Problem auch schonmal in letzter Zeit? Bzw. wie komme ich jetzt am besten an den Wisch für die AU?
      Der hat anscheinend Angst, das sein AU-Tester bei der Prüfung Deiner Pappe die Grätsche macht... - so hat sich unser Prüfer auch mal dazu geäußert. Seitdem haben wir uns einen eigenen Tester angeschafft, bzw. sind anerkannte eine AU-Werkstatt.
    • Eine Motor-/Getriebereinigung durchzuführen, ohne Lüftergehäuse, Heizungsgeräuschdämpfer nebst Schläuchen zu demontieren ist Unsinn. Du kommst doch gar nicht an die entscheidenden Stellen heran. Eine solche Reinigung kann man durchaus auch zu Hause durchführen. Dafür braucht man in der Regel auch keinen Hochdruckreiniger, um damit die Umwelt zu versauen. Spachtel, Schraubendreher, Bürste, Lappen und Bremsenreiniger könnten da schon reichen.

      Wenn Flüssigkeit aus dem Motor kommen soll, kann das nicht nur reines Öl sein, logisch, oder? Um zu überprüfen, ob der Motor Leck ist, musst Du zumindest mal das Lüftergehäuse abbauen, um mal nach den Zylindern zu schauen. In den meisten Fällen ist ein siffenden Vergaser Schuld. Also, handelt es sich bei dem Siff um Gemisch?

      Wenn es Öl ist, dann kommt es aus dem Getriebe. Also, bevor Du irgendwas abschraubst, mach erstmal unten rum alles trocken und grob sauber. Dann fahr ein ordentliches Stück und prüfe danach, was für eine Flüssigkeit wo ausgetreten ist. Das Getriebe leckt gern mal aus der Ablassschraube, aus undichten Abschlussscheiben und aus der Verbindung zum Motor.

      Ja, und mach mal vor und nach der Reinigung und nach der Fahrt Fotos. Könnte durchaus helfen, ohne dass ich was versprechen kann.

    • Ich bau nichts aus, um zu reinigen. Dies muss ich alle zwei Jahre zur HU eh machen, um nicht den leidigen "Ölverlust" vermerkt zu haben.
      SB Reiniger inne Tanke, vorn 20 cm hochbocken, einsprühen aus Spraydose Kaltreiniger der Problemstellen, eine rauchen, mit Hochdruckreiniger abspülen, links und rechts- Radeinschlag mit Hand drehen und nicht direkt Lima, Kerzenstecker, Anlasser draufhalten, wäre für mein Dafürhalten optimal. Wer Spachtel und Drahtbürste braucht, hat elendig Wartungsstau im Antriebsaggregat.
      Wer aber nicht weiß, welche Ursachen der Verschmutzung hat, und von Vergaser-Überholung spricht, da beißt sich was.

      Klar ist das die effektivste Methode zum Ziel das Ausbauen der Komponenten.
      In diesem Fall überschreitet das bei Weitem die Kompetenz des Thread- Erstellers
      Bei gleicher Umgebung lebt doch jeder in einer anderen Welt!

      Artur Schopenhauer
    • Wo soll das viele Öl denn aus dem Motor herkommen? Es kann doch eigentlich nur aus dem Getriebe sein. Oder ist es ein 1.1er? Mach mal den Geruchstest, falls Du Getriebeöl im Getriebe drin hast.
      Reinigen läßt sich das alles auch mit einer großen Flasche Bremsenreiniger, dabei parallel mit Druckluft abblasen.
      Das ganz natürlich nur über einer saugfähigen Unterlage (z.B. Betteinlage 60x90) durchführen.
      Und wenn dann alles sauber ist, kann man auch nachsehen, woher das Öl kommt.
      Gruß
      Horsti

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Horsti ()

    • Oelquellen :D :
      - Kolbenringabdichtung
      - Vergaserueberlauf
      - undichtes Getriebe (Abschlussdeckel, Stehbolzen hinterer Haltewinkel, Tachowellenanschluss, ueberfuelltes Getriebe, Wellendichtringe)
      - Zylinderkopfdichtungen
      - selten: Zylinderfussdichtungen, Kuerbel/Getriebegehaeuse

      Durch die Luftstroemung im Motorraum wird alles schoen verteilt, dass es oft schwer faellt, die Ursache ausfindig zu machen. Von irgendwelechen "Dichtsaetzen" rate ich ab. Besser die genannten Punkte abarbeiten.

      Ach ja: Wenn Motor und Getriebe schon eine "Kruste" angesetzt haben, moechte ich den Wartungszustand des Fahrzeuges besser nicht kennen...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Postkugel ()

    • Wo soll das viele Öl denn aus dem Motor herkommen? Es kann doch eigentlich nur aus dem Getriebe sein




      Horsti :) hast du schon mal eine def. Krümmerdichtung gehabt ? Was kommt denn da raus ?(
      Oder eine Kopfdichtung ? Was kommt denn da raus ?( oder oder oder...
      Klar ist im Motor Öl oder glaubst Du das alles verbrennt? :)
    • selbst in der Lima passiert mit dem Wasser garnix böses. Da ist meist so viel Schmadder (Öl, Dreck,Spritzwasser) drin, .... mechanische Unterbrecher und eventuell die Zündkabelei bzw Kerzenstecker würde ich als Wasseruntauglich ansehen.

      Alles schön mit Wasser benetzen, mit Kaltreiniger einsprühen..... ein oder auch zwei Bier trinken wegen der Einwirkzeit und dann mit dem Hochdruckreiniger säubern.

      Im übrigen ist es mir lieber, der Prüfer vermerkt auf dem Protokoll einen Ölfeuchten Motor wie auch Getriebe und sagt mir, wo er am Fahrzeug Handlungsbedarf sieht, ohne dies als Mangel einzutragen. Manche Dinge übersieht man in seiner Blindheit halt doch und kann diese dann schnellstens in Ordnung bringen, ohne noch einmal bei der Prüforganisation vorstellig werden zu müssen.
      Wenn irgendein Teil in einer Maschine falsch eingebaut werden kann, so wird sich immer jemand finden, der dies auch tut.
      - 5. Murphysches Gesetz -

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Murphy ()

    • Neu

      Update:

      Die Vergaserflanschdichtung war durch, die Dichtung der Schwimmerkammer des Vergasers ebenfalls. Ich habe jetzt alle Düsen durchgepustet und die Dichtungen erneuert. Die Zylinderkopf und -fußdichtungen sind trocken. Die Ursache für das Öl am Getriebe habe ich noch nicht lokalisieren können. Ich habe jetzt erstmal Motor und Getriebe gereinigt (an die Methode mit der SB-Station habe ich mich nicht getraut, habe es mit Drahtbürste, Spachtel und Bremsenreiniger gemacht ^^ ) und werde mal ein bisschen fahren um dem Auslöser auf die Spur zu kommen.

      Vielen Dank für eure zahlreichen Beiträge und Hilfestellungen! :thumbsup:
    • Neu

      TrabiTimo schrieb:

      habe es mit Drahtbürste, Spachtel und Bremsenreiniger gemacht )
      ich hätte gern mal ein Bild gesehen.

      Wenn ich das Getriebe/ Motor mit Drahtbürste und spachtel reinigen müsste, ist es nicht nur verölt sondern einfach nur durch Wartungs- und Pflegestau versifft.
      Jetzt wo ich tot bin ist alles soviel leichter,
      ihr müsst alle aufstehen und ich schlaf einfach weiter.

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