Ich möchte mich vor der Restauration informieren

    • Ich möchte mich vor der Restauration informieren

      Hallo Leute, vileicht könnt ihr mir einige Infos geben. Ich fahre einen 601 Universal von 1990

      Meine Vorhaben:

      Karosse komplett restaurieren und konservieren.
      Umbau auf Blattfeder hinten. Das erscheint mir sinnvoll, da das Auto häufig mit Hänger und Dachzelt unterwegs ist.
      Eventuell vorne auf Scheibenbremsen Umrüsten (den Alpen zuliebe).
      Fortsetzung Folgt. . .


      Meine erste Frage: ändert sich die Spurweite an der Vorderachse, beim Einbau der Scheibenbremsanlage? wenn ja, um wieviel?

      Zweite Frage: Mit welcher Grundierung und Farbe Lackiert man blanke und lackierte Pappteile?

      Gruss, Stephan

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Sparkplug LPG ()

    • Hallo Stephan,
      erstmal ein herzliches Willkommen.
      Da hast du dir eine schöne Aufgabe gestellt, das macht Spaß und macht auch nicht dümmer. :)
      Zur Komplettinstandsetzung gibt es einige Themen hier im Forum, die solltest du dir mal zu Gemüte führen.
      Mein Vorgehen war: zerlegen, strahlen (lassen), klempnern, grundieren, lackieren, beplanken, lackieren, mit Sandersfett konservieren, zusammenbauen.
      Deine Idee mit dem Umbau auf Blattfeder hinten halte ich nicht für gut. Zum Einen ist der Umbau sehr aufwändig, da kannst du eher eine solche Karosse instandsetzen, und zum Zweiten sind die Schraubenfedern damit nicht überfordert. Ich fahre selber mehrere tausend Kilometer im Jahr mit solch einem Auto in genau dieser Konstellation.
      Ja, bei Einbau einer SB vorne verbreitert sich die Spur etwa auf das Maß des Trabant 1.1. Also moderat.
      Gruß aus Singen, Steffen

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Hegautrabi ()

    • Hegautrabi schrieb:

      Ja, bei Einbau einer SB vorne verbreitert sich die Spur etwa auf das Maß des Trabant 1.1.
      Hast du da nicht was verwechselt?
      Bisher musste ich bei allen Scheibenbremsen beim Trabant kräftig Spurplatten montieren, und die GERINGERE Spur ausgleichen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Matt McBowl ()

    • Spurweite 601 vorne 1206mm. Spurweite 1.1 vorne 1280mm.

      Das ergibt einen Unterschied von 37 mm pro Seite. Der Lenkrollhalbmesser wird grösser, die Lenkung schwergängiger. Wird nicht auch das Fahrverhalten kritischer, wenn man beim bremsen links und rechts unterschiedliche Fahrbahnbedingungen hat?

      Kann jemand genaue Spurwerte perisgeben beim Scheibenbremsenumbau?

      Eventuell könnte ich hinten die Bremsen vom 1.1 einbauen. Dann könnte ich vorne andere Felgen ohne Spurplatten montieren. Nur ein Gedanke.
    • Danke, aber wegen der ganzen sache rede ich mal mit Philip, der wohnt ja in der nähe.
      Aber blos weil Spurplatten im Gutachten stehen, muss das deswegen nicht besser Funktionieren. Ich würde gern die Möglichkeit rausfinden, die die Lenkgeometrie am wenigsten negativ beeinflusst. Ob das geht oder nicht, werde ich dann mit dem Verkehrsamt besprechen. Bei Felgen mit 4 x 100 LK ist die Auswahl sicher gross genug um das richtige zu finden. Bei den Bremstrommeln (4 x 98) müsste man eben nen neuen Lochkreis Bohren.
    • 37mm pro Seite halte ich für zu viel. Ehr beide zusammen wenn überhaupt.
      Ich kann jetzt zwar nicht nachmessen wie es original und nach dem Umbau ist ( die Trabis sind 100km entfernt), aber wir haben schätzungsweise nach dem Umbau ca 5-10 mm Luft zur Blattfeder, wie auf dem Bild zu sehen ist (hier ausgefedert)
      Felge mit 5,5j und ET35 14Zoll, Bereifung 155/65 und pro Seite 15mm Spurplatte.

      2. Boom Car Musik, Anklam 2009 :)

      4. Platz 1/8 Meile Trabant 4Takt offene Klasse, Anklam 2016 :)
    • Im Gutachten stehen keine Spurplatten, sondern ein Lochkreisadapter mit jeweils 20mm pro Seite, der den LK wieder auf 4x160 bringt.
      Die Möglichkeit anderer Felgen haben wir damals nicht mit aufgenommen um die Angelegenheit nicht noch teurer zu machen. Das Musterfahrzeug behielt seine Trabantfelgen, und so ist es auch dokumentiert.
    • Sparkplug LPG schrieb:

      Ich fahre einen 601 Universal von 1990
      Hallo Stephan,
      entschuldige, dass ich frage, aber besitzt dein Trabi schon eine Zulassung in der Schweiz (d.h. Schweizer Fahrzeugausweis)? Wenn nein, ein Trabi von 1990 kann in der Schweiz nicht zugelassen werden! Ab. 1.10.87 ist Schluss..
      Liebe Grüsse, auch aus der Schweiz, auch P601 Universal. ;)
      Matthias
      Allzeit gute Fahrt mit Trabant!
    • Der Trabi hat seit 9 Jahren schon die Schweizer Nummern. War als Zügelgut problemlos möglich.
      Die Bremse vom 1.1 bezog sich nur auf die Hinterachse, wegen dem Löchkreis.

      Ich muss nich unbedingt andere Felgen drauf haben. Wichtig wäre mir wirklich zu wissen, wie sich die Lenkgeometrie (Lenkrollhalbmesser) verändert. Ich will auch keine Breitreifen - 155er sehen optisch ganz gut aus, Aber falls es passende reifen gibt, Könnte ich mit ner dezenten 14" oder 15" Alufelge auch leben.

      Ich möchte wie gesagt einige möglichkeiten durchdenken und Erfahrungswerte Hören.
    • Ich habe seinerzeit (2009) das Komplettset zzgl. der 20mm-Adapter von den Spätbremsern an meinem champagnerfarbenen Uni montiert. Sollte damit tatsächlich eine Spurverbreiterung gegenüber dem Urzustand gegeben sein
      (ich kann und will Hegaus Aussage hierzu nicht in Frage stellen, nur rein optisch sieht man überhaupt nichts und auch der TÜV-Prüfer hat meine Aussage hierzu ohne Nachmessen akzeptiert; es hieß ja damals auch immer, dass diese Adapter lediglich den Spurbreitenverlust durch die SB ausgleichen),
      so kann ich feststellen, dass keinerlei Zunahme von Störkräften (bei 165/70 13 auf Serienfelge) zu verzeichnen ist. Was mich aber letztes Jahr sehr nachdenklich gemacht hat uns was in seiner mögl. Unfallfolgen betreffende Konsequenz den Super-Gau bedeuten kann, trat bei mir auf!
      siehe hier:
      Spurstangenhebel gebrochen. Unglaublich...

      Wohlgemerkt, es handelt sich hierbei um ein sichheitsrelevantes Gesenkschmiedeteil, welches -ohne wenn und aber!!!- zwingend "auf unendlich" dimensioniert zu sein hat. Und weiterhin angemerkt, eine Überprüfung desselben ist im normalen Fahrbetrieb, anders als die damals zum Vergleich angesprochenen Dreieckslenker, Glocken usw. nicht möglich (und auch nirgendwo vorgesehen!). Und da liegt der Hase im Pfeffer! Ihr könnt Euch vielleicht vorstellen, dass das völlig unbekümmerte Bewegen eines 601 (bin kein Standgasfahrer, und zwar seit 700.000 km nicht!) seitdem immer von einer gewissen Nachdenklichkeit überschattet ist...
      Gruß Lutz
      Jawohl, Sie haben richtig gehört! Wir machen Hausbesuche! Selbstverständlich ohne langwierige vorherige Terminabsprache! Wir kommen auch zu Ihnen! Stets zu Diensten...Ihre Steuerfahndung! :grinsi:
    • Die Spurstangenhebel sind schon ohne SB-Umbau zu DDR Zeiten gebrochen. Die Problematik wurde damals schon umfassend beim Sachsenring in Zusammenarbeit mit der Ingenieruschule Zwickau untersucht, und auf Unregelmäßigkeiten bei der Herstellung zurückgeführt.
      Heute noch existieren an der WHZ Demonstrationsbeispiele aus dieser Zeit.

      Das ist also kein Grund, auf einen SB Umbau zu verzichten. DIe besten Ergebnisse erziehlt man imho mit der VW Scheibenbremse.
      Manche haben auch auf Wartburg Trommelbremse umgerüstet, allerdings zieht man sich damit alle Nachteile der Trommelbremse mit nach.

      Grüße, Tom


      Humanismus und menschliche Ethik,
      bringen keine Kohle, darum hamma s' auch nicht nötig.

      (EAV)
    • Das der Bruch mit dem SB - Umbau in kausalem Zusammenhang steht, glaube ich auch nicht. Zumal sich kein Unterschied in den Lenkkräften zwischen SB- u. TB-Vorderachse feststellen lässt. Wenn man aber einmal "gebranntes Kind" war, ist das mulmige Gefühl irgendwie stets präsent, mit gottseidank allmählich nachlassender Intensität :whistling:
      Jawohl, Sie haben richtig gehört! Wir machen Hausbesuche! Selbstverständlich ohne langwierige vorherige Terminabsprache! Wir kommen auch zu Ihnen! Stets zu Diensten...Ihre Steuerfahndung! :grinsi:
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